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Umstrukturierung nach IBM-Vorbild soll zurueck zum Erfolg fuehren

Die Auftragslage bei SNI hat sich deutlich verschlechtert

07.05.1993

Den Rueckgang begruendeten Firmenvertreter mit dem anhaltenden Preisverfall. Die DV-Tochter von Siemens rechnet damit, dass die Verkaeufe von Hardwareprodukten im gesamten Geschaeftsjahr um rund eine Milliarde Mark zurueckgehen werden.

Am staerksten liess das Auslandsgeschaeft der Muenchner nach, berichtet das "Handelsblatt". Dort verzeichnete SNI - auch durch die Veraenderungen der Wechselkurse bedingt - ein Minus von 16 Prozent. Die Ausfuhren nach Italien sanken um 22 Prozent, nach Grossbritannien um 19 und nach Spanien um 13 Prozent.

Zumindest von der Menge her gut abgeschnitten hat dagegen der erst im vergangenen Oktober gegruendete Geschaeftsbereich Personalcomputer. Nach Angaben der SNI konnte hier ein Stueckzahlenwachstum von 65 Prozent erreicht werden. Angaben zur Ertragslage machte das Unternehmen nicht, allerdings wird erwartet, dass der letztjaehrige Verlust in Hoehe von 513 Millionen Mark leicht reduziert werden kann.

Anleihe bei der Konkurrenz

Erreichen wollen die Muenchner, deren Organigramm frueher Pflichtlektuere aller BWL-Studenten war, das mit einer neuen Organisationsstruktur, die ab 1. April wirksam wurde. "Die Grundidee des neuen Konzeptes ist es, den Markt so zu bedienen, wie es unsere groessten Konkurrenten tun", erklaerte Horst Nasko, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, den Grund fuer die neue Struktur. Dazu werden innerhalb der SNI vier Systemeinheiten (System Units), vier Divisions (Branchenkonzepte) und der operative Vertrieb dafuer, aufgeteilt nach Regionen, sowie neun Geschaeftseinheiten (Business Units) gebildet. Drei der Business Units - Personal Computer, Hochleistungsdrucker und System- Integration - bestehen bereits seit Oktober 1992. Neu hinzu gekommen sind die Abteilungen IT-Service, Training und Dienste, Engineering Software, Bueroautomation, Kassensysteme sowie Vernetzungssysteme. Diese Abteilungen werden innerhalb von SNI als eine Art Profitcenter gefuehrt und haben unternehmerische Freiheiten auf allen wirtschaftlichen Gebieten inklusive der Wahl der Vertriebswege.

Die System Units, aufgeteilt in die Bereiche BS2000, Midrange- und Selbstbedienungssysteme sowie Anwendungssoftware und Projekte, befassen sich mit dem Systemgeschaeft. Hier sind Produktplanung, Entwicklung, Fertigung und Beschaffung jeweils fuer eine Systemeinheit zusammengefasst.

Auf den Plattformen aufsetzend sollen die vier Divisions (Mittelstandspartner, Behoerden und Infrastrukturbereich, Geld- und Versicherungswesen sowie Industrie/Grosshandel) Branchenloesungen fuer die Regionen erarbeiten. "Die Divisions unterstuetzen die Regionalvertretungen bei den Umstzungen der Branchenkonzepte und der Ausschoepfung des Absatzpotentials", wie SNI offiziell formuliert. Dabei sind die Regionen fuer den operativen Vertrieb in ihrem Gebiet verantwortlich und sollen das von den Divisions, Systems- und Business-Units bereitgestellte Angebot vermarkten. Konflikte mit den Business Units koennen bei dieser Art Organisation dann auftreten, wenn sich diese fuer andere Vertriebswege entscheiden.