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08.10.1982 - 

Kapitel III, Teil 2

Die Auswahl eines TP-Monitors

In thematisch zusammenhängenden Beiträgen beschäftigt sich Michael Bauer mit Fragen des Ob und Wie einer Datenbank-Implementierung, der Auswahl eines geeigneten TP-Monitors und der Ausbildungserfordernisse je nach Benutzerebene. Außerdem stehen Themen wie Data Dictionary, Dritte Normalform, neue Hochsprachen und Datensicherheit im Mittelpunkt seiner Erörterungen.

Wenn man die zur Auswahl stehenden TP-Monitore untersucht, so gibt es eine Anzahl von Kriterien, die man analysieren und bewerten kann. Als Beispiel zeigt die Abbildung 1 solche Beurteilungskriterien zusammengefaßt in Gruppen - hier jeweils als eine Achse des Sterns - und das Leistungsprofil des TP-Monitors UTM. Welche Gewichtung aber haben die einzelnen Kriterien bei einer DC-Entscheidung? Was ist wichtig und was weniger? Worauf kommt es heute bei der Auswahl eines TP-Monitors an?

Hierzu mochte ich einige wesentliche Aspekte erläutern.

1. Der technische Funktionsumfang ist meistens ausreichend

In unseren Seminaren über TP-Monitore zeigt es sich, daß alle marktgängigen Produkte über die notwendigen TP-Funktionen verfügen; also die Fähigkeit besitzen, Nachrichten zu senden und zu empfangen, die bildschirmspezifischen Aufbereitungen durchzuführen, Programme zu aktivieren, den Nachrichtenfluß zu steuern und ähnliches.

Somit braucht hinsichtlich dieser Grundfunktionen die Bewertung nicht auf dem WAS zu liegen ("was kann ein TP-Monitor und was nicht?"), sondern auf dem WIE; das heißt, zum Beispiel, wie wirkt sich die Realisierung einer Funktion auf Handhabung, Performance oder Flexibilität aus?

2. Performance versus Hardware-Bedarf

Ein gutes Antwortzeitverhalten ist wesentliche Voraussetzung für ein akzeptables und leistungsfähiges Online-System. Deswegen sollte bei der Auswahl des TP-Monitors großer Wert auf eine hohe Performance gelegt werden.

Doch dies ist nicht so einfach zu ermitteln, da das Antwortzeitverhalten stark von dem Verhältnis Hardware-Bedarf des TP-Monitors gegenüber verfügbarer Hardware-Kapazität abhängt.

Dazu ein Beispiel: Auf einer IBM /370-115, 125 oder 135 unter CICS/VS entstanden früher oft schlechte Antwortzeiten. Wurde CICS/VS dann gegen ein Konkurrenzprodukt wie zum Beispiel Shadow II ausgetauscht, dann verbesserte sich das Antwortzeitverhalten drastisch. Die Ursache waren mehrere Komponenten: Shadow II verbraucht weniger CPU-Zeit pro Transaktion, hat eine ausgefeiltere Programm- und Zwischenspeicherverwaltung und - das ist das Wichtigste! - benötigt wesentlich weniger Speicherplatz.

Bei einer relativ kleinen Maschine führt dieser geringe Bedarf zu einer bedeutenden Entlastung: Die Paging-Rate sinkt gravierend, die CPU- und I/O-Belastung nimmt ab. Die Folge sind wesentlich bessere Antwortzeiten. Dies wird durch die Warteschlangentheorie auch recht verständlich. Zur Verdeutlichung zeigt Abbildung 2 das Verhalten der Antwortzeit bei unterschiedlicher Hardware-Belastung .

Zwar wirkt heute, wo man sich wesentlich mehr Hardware-Kapazität Ieisten kann, die Entlastung durch einen sparsameren TP-Monitor nicht mehr so drastisch auf das Antwortzeitverhalten, aber der Verbrauch an Betriebsmitteln bleibt weiterhin ein eindeutiges Indiz für das Performance-Verhalten.

Dabei spielt der Verbrauch an CPU-Zeit inzwischen eine untergeordnete Rolle. Von aktueller Bedeutung für die Performance ist der Speicherplatzbedarf. Um die Auswirkungen der Ressourcen-Verwaltung eines TP-Monitors auf den Speicherplatzbedarf und damit indirekt auf die Performance aufzuzeigen, soll folgendes Beispiel dienen.

wird fortgesetzt