Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.09.2016 - 

Online-Speicher geschenkt

Die besten kostenlosen Cloud-Speicher aus Deutschland

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Kostenlose Cloudspeicher mit Serverstandort in Deutschland: Wir stellen Onlinespeicher vor, die dem deutschen Datenschutz unterliegen. Darunter auch ein Geheimtipp. Plus: Strato hat zur IFA ein spezielles Angebot aufgelegt.
Der Screenshot zeigt die Foto-Verwaltung des relativ jungen deutschen Cloud-Dienstes MyTuxedo.
Der Screenshot zeigt die Foto-Verwaltung des relativ jungen deutschen Cloud-Dienstes MyTuxedo.

Online-Speicher alias Cloud-Speicher sind praktisch. Von jedem Desktop-PC, Notebook, Tablet oder Smartphone kann man via Internet auf seine Daten zugreifen. Und diese Dateien seinen Freunden und Kollegen zur Verfügung stellen. Einfach die Urlaubsfotos in die Cloud hochladen und den Link dazu an Freunde schicken. Oder die Lieblingsmusik als MP3s zentral in der Cloud speichern und dann überall und jederzeit anhören, ohne dass man den Speicher des Smartphones damit verstopft. Das Beste: Die meisten Cloudspeicher sind kostenlos. Und man muss keineswegs zu Google Drive, Microsoft Onedrive oder Dropbox greifen. Nein, auch in Deutschland gibt es viele kostenlose Cloudspeicher wie Telekom Cloud, Hidrive Free, Web.de oder MyTuxedo.

Cloud-Speicher: Besonders wichtige Dateien offline speichern

Doch diese Freiheit hat ihren Preis: Ihre Daten liegen auf fremden Servern und werden bei Upload und Download durch das Internet geschleust. Deshalb sollten Sie a) wirklich „lebensnotwendige“ Dateien überhaupt nicht im Web speichern. Sondern davon Backups auf externe Festplatten und USB-Sticks machen und diese an unterschiedlichen Standorten aufbewahren. Die Datenträger beziehungsweise Dateien verschlüsseln Sie natürlich.

Starke Verschlüsselung bei Cloud-Speichern wichtig

Alle anderen Dateien, die Sie oft von unterwegs oder auf unterschiedlichen Geräten nutzen wollen oder müssen, können Sie auf Cloud-Speicher legen. Doch verschlüsseln Sie unbedingt alle wichtigen Dateien vor dem Hochladen. Bei der Verschlüsselung sollten Sie darauf achten, dass idealerweise AES-256-Bit verwendet wird. Wichtig: Die Daten müssen bereits auf dem Client des Nutzers verschlüsselt werden. Und der Cloudbetreiber darf keinen Schlüssel zum Entschlüsseln der Daten besitzen.

Sicheres Passwort

Benutzen Sie für den Zugang zu Ihrem Cloudspeicher ein starkes Passwort. Wenn Sie eine starke Verschlüsselung und ein starkes Passwort verwenden, dann sollten Ihre Daten nach derzeitigem Ermessen sicher sein vor unautorisiertem Gebrauch.

Serverstandort der Cloud-Speicher in Deutschland? Das spricht dafür

Neben Hackern und Datendieben, die sich vom Standort eines Servers und den dafür geltenden Datenschutzbestimmungen nicht beeindrucken lassen, stellen auch staatliche Sicherheitsorgane eine mögliche Gefahr für Ihre Daten dar. Privatsphäre ist ein Grundrecht, selbst wer nichts zu verbergen hat, muss niemanden in seine privaten Daten schauen lassen.

Da derzeit die NSA und die mit ihr kooperierenden Geheimdienste wie der britische GCHQ offensichtlich die größte Datensammelwut zeigen und ihnen der Patriot Act das auch erlaubt, macht es Sinn, den Serverstandort nicht in den USA zu wählen. Womit OneDrive von Microsoft, Google Drive, Dropbox und auch Box und natürlich auf iCloud von Apple als Cloud-Speicher schon mal ausscheiden. Das EuGH hat vor einiger Zeit in einem Urteil festgestellt, dass personenbezogene Daten von europäischen Bürgern in den USA nicht ausreichend vor staatlichem Zugriff geschützt sind.

Es gibt aber auch noch andere Gründe, die gegen einen Serverstandort in den USA sprechen: Die Vermarktungsabsichten von US-Unternehmen. Gerade Googles Geschäftsprinzip basiert darauf, dass die Daten seiner Nutzer das Geschäft sind. Wer nicht möchte, dass seine in die Cloud hochgeladenen Dateien für die Zwecke von Unternehmen verwendet werden, sollte US-Server wegen der in den USA oft sehr laschen Datenschutzbestimmungen von vornherein meiden. Hier nur mal das Beispiel Facebook: „Wir nutzen uns zur Verfügung stehende Informationen um unsere Werbe- und Messsysteme zu verbessern, damit wir dir auf unseren Diensten und außerhalb dieser relevante Werbeanzeigen anzeigen und die Wirksamkeit und Reichweite von Werbeanzeigen und Dienstleistungen messen können.“

Wer also die NSA und andere US-Sicherheitsbehörden zumindest einigermaßen von seinen Daten fernhalten möchte, sollte seine Dateien bei einem Unternehmen hosten, dessen Server in Deutschland stehen und die den deutschen Datenschutzbestimmungen unterliegen. Trotzdem sollten Sie auch dort alle Dateien vor dem Hochladen verschlüsseln. Denn erstens dürfen auch deutsche Behörden auf Daten zugreifen, wenn ein richterlicher Beschluss vorliegt. Und zweitens kann man nie ausschließen, ob sich die NSA nicht doch irgendwie Zugriff verschafft. Drittens können die in Deutschland stehenden Server auch schlicht gehackt werden. Das Beispiel 1blu beweist, dass dieses Risiko durchaus Realität werden kann. Mit der Wahl eines in Deutschland stehenden Cloud-Speichers reduzieren Sie also lediglich das Risiko etwas, dass fremde Spurnasen in Ihren Daten schnüffeln, absolute Sicherheit haben Sie damit aber nicht.

Cloud-Speicher können schnell verschwinden

Achtung: Ein Online-Speicheranbieter kann jederzeit verschwinden. Weil er insolvent wird. Oder erkennt, dass sich das Geschäft nicht lohnt und diesen Geschäftsbereich kurzerhand aufgibt. Wie die Beispiele Gigabank oder Ubuntu One zeigen, das Canonical am 1. Juni 2014 eingestellt hat. Weitere solche eingestellte Onlinespeicher sind Wuala sowie Cloudsafe sowie Younited von F-Secure. Es empfiehlt sich also bei der Wahl eines Cloudspeicheranbieters eher zu großen Konzernen zu greifen, falls einem das längerfristige Fortbestehen besonders wichtig ist. Wie es bei der Telekom Cloud. Hidrive (dessen Betreiber Strato gehört zur Deutschen Telekom) und Web.de/GMX (1und1) der Fall ist.

Speichern Sie deshalb die wichtigsten Daten zusätzlich auf einer externen Festplatte, die Sie an einem sicheren Ort verwahren.

Auf der nächsten Seite stellen wir Ihnen Cloudspeicher beziehungsweise Onlinespeicher mit Serverstandort in Deutschland vor. Diese Onlinespeicherdienste sind zumindest in der Standardversion kostenlos. Für sie gelten die deutschen Datenschutzbestimmungen.

Hinweis: Anbieter wie All-inkl.com alias Neue Medien Münnich haben wir in unsere Zusammenstellung nicht aufgenommen, weil es sich dabei um einen Webseiten-Hoster handelt. Ebenso haben wir Online-Speicher wie den von Kabel Deutschland (Vodafone) weggelassen, wenn diese nur Benutzern eines Internetzugangs des jeweiligen Unternehmens zur Verfügung stehen.

Zum Vergleich, damit Sie die Größe des Onlinespeichers bei den folgenden deutschen Anbietern einordnen können: Google Drive stellt standardmäßig 15 GB bereit, bei Dropbox sind es 2 GB, die sich aber mit verschiedenen Tricks erweitern lassen. Und Microsoft Onedrive bietet ebenfalls 15 GB an kostenlosem Cloudspeicher.

Und nun zu den kostenlosen Cloudspeichern aus Deutschland wie zum Beispiel Telekom Cloud, Strato HiDrive Free, Web.de oder MyTuxedo. Auf der nächsten Seite stellen wir Ihnen diese und noch einige weitere Onlinespeicher ausführlich vor.