Gratis-Antivirenlösungen

Die besten kostenlosen Virenscanner im Test

Dipl. Inform. Johann Baumeister blickt auf über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung sowie Rollout und Management von Softwaresystemen zurück und ist als Autor für zahlreiche IT-Publikationen tätig. Sie erreichen ihn unter jb@JB4IT.de
Virenscanner zählen nach wie vor zu den wichtigsten Sicherheits-Tools, wenn es darum geht, sich gegen Angriffe aus dem Internet zu schützen. Im unseren Test gehen wir auf sechs kostenlos verfügbare Antiviren-Toolkits ein.

Beim Thema Sicherheit denken viele vor allem an Übergriffe aus dem Internet und an die daraus folgenden Einschränkungen für den Anwender durch Viren oder Trojaner. Zu deren Abwehr werden Antivirenprogramme eingesetzt. Frei verfügbare gibt es zuhauf. im Internet werden sie zum Download angeboten. Und da der Zugang zum Web längst nicht mehr auf den Windows-Desktop beschränkt ist, sondern auch alle Spielarten der mobilen Geräte erfasst hat, werden diese ebenso via Internet angegriffen.

Auch wenn Sie nur wenig online "unterwegs" und kaum der Gefahr ausgesetzt sind, sich auf mysteriösen Webseiten zu infizieren, sollten Sie eines bedenken: Man wird Sie finden! Rechner, die eine Internetverbindung aufweisen sind ständigen Angriffen und Besuchern aus dem World Wide Web ausgesetzt, auch wenn diese Geräte beziehungsweise der Anwender kaum aktiven Internetkontakt haben. Die Hersteller der Antivirenprogramme bieten daher ihre Software nicht nur für Windows, sondern auch für Smartphones, Tablets und andere Mobile Devices an.

Es finden sich Sicherheits-Tools für das iPhone von Apple mit iOS, den Blackberry von RIM und die Armada der Android-betriebenen Systeme im Web. In der Regel gibt es diese Toolkits auch als Gratisversionen. Darüber hinaus bieten fast alle Hersteller käuflich erwerbbare Versionen ihrer Antivirensysteme an.

Der Unterschied zwischen den kostenlosen Virenschutzprogrammen und den Bezahlversionen liegt entweder in der Dauer der Nutzungsmöglichkeit oder im Funktionsumfang der Programme. Meist sind die kostenlosen Versionen auf 30 Tage beschränkt, oder sie weisen ein reduziertes Einsatzspektrum auf.

AVG Anti-Virus Free Edition 2014

AVG offeriert auf seiner Website zwei Versionen seines Antiviren-Tools Antivirus 2014: eine Version zum kostenlosen Download für Windows XP, Vista, 7 und 8 und eine weitere Bezahlversion für 29,95 Euro. Auf der Startseite ist der Unterschied zwischen den beiden Versionen aber nicht erkennbar. Laut Hersteller nutzen 187.000.000 Anwender die Tools von AVG. Neben dem Antivirenprodukt bietet AVG auch einen erweiterten Internetschutz namens AVG Internet Security 2014.

Einrichten der Software

Bei diesem Test haben wir uns für die kostenlose Version von AVG Antivirus 2014 entschieden. Diese ist als Download verfügbar. Die 4,21 MB große Datei ist schnell geladen und installiert, das Setup der Anwendung in wenigen Minuten abgeschlossen. Es sind lediglich die Sprache zu wählen und die Lizenzvereinbarungen zu betätigen. Wir haben uns für Deutsch entschieden. Das Setup unterstützt ferner eine Expressinstallation und die benutzerdefinierte Installation der Software. Beim Setup der Antivirensoftware wird eine AVG-Nation-Toolbar eingerichtet, also eine Suchmaschine von AVG. Nach dem Setup des Basismoduls werden weitere 45,8 MB aus dem Internet geladen und installiert. Auch hierbei sind keine besonderen Ereignisse aufgetreten.

Funktionen und Bedienung

Nach dem Setup findet sich in der Startleiste der Eintrag zu AVG. Die Verwaltungskonsole von AVG Antivirus ist modern, aufgeräumt sowie klar und im Stile der Kachel angeordnet. Der Schutz ist in zehn Bereiche (= Kacheln) aufgeteilt. Dazu zählen unter anderem

• Computer: zur generellen Überwachung des Rechners;

• Surfen im Web: für den Internetzugang mit Browser;

• Identität: zur Sicherung der eignen Identität;

• E-Mails: Überwachung des Mail-Verkehrs;

• Firewall: Sicherheit des Rechnerzugangs;

• PC Analyzer: untersucht den Rechner und dessen Leistung.

Die eigentliche Verwaltung mit Virenscanner und weiteren Funktionen ist schlüssig und übersichtlich. Auf der Hauptseite der Verwaltungsmaske zeigt sich nun auch der Unterschied zwischen der kostenlosen und der käuflich erwerbbaren Version. Die kostenlose ist eine 30-Tage-Version. Da es sich bei der Freeware also offensichtlich um eine zeitlich begrenzte Vollversion handelt, gehen wir davon aus, dass der Umfang der Sicherheitsfunktionen mit jener der Vollversion vergleichbar ist.

Im Test haben wir anschließend den PC-Analyser angestoßen. Er prüft unter anderem die Registry, die Fragmentierung, beschädigte Verknüpfungen und Junk-Dateien. Über die Ergebnisse des PC Analyzer waren wir überrascht: Er meldete jede Menge Fehler, obgleich es sich bei dem System um eine relativ neues System mit nur wenigen Softwareinstallationen und -aktivitäten handelte. Zur Behebung der Fehler sollte man ein weiteres Tool von AVG TuneUp laden und ausführen. Darauf haben wir aber verzichtet.

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