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11.06.2015 - 

Ratgeber Security-Systeme

Die besten Security-Appliances für Ihr Unternehmen

In großen und komplexen Netzwerken mit hohem Datenaufkommen ist es sinnvoll, Sicherheitsfunktionen wie die Firewall oder den Virenschutz in eigene Appliances auszulagern. Wir stellen verschiedene dieser Sicherheitslösungen vor.

Firmen haben bei Sicherheitslösungen wie Firewalls, Viren- und Malware-Scanner, Contentfilter oder auch Intrusion Detection Systemen die Qual der Wahl. Sie können sie als Software oder als virtuelle Appliance auf dem eigenen Server betreiben, als eigene Appliance ins Rechenzentrum stellen oder teilweise auch schon als Cloud-Dienst mieten. Bei höheren Anforderungen an den Datendurchsatz sollte die IT-Abteilung auf jeden Fall eine physikalische Appliance in Betracht ziehen. Ein weiterer Vorteil einer Appliance ist eine höhere Sicherheit, da sie von den Unternehmensservern komplett getrennt arbeitet und so auch keine Kernelkomponenten auf dem Server erfordern, die ihn bei Fehlern in der Firewall-Software zusätzlich angreifbar machen.

Security Appliances gibt es in verschiedenen Preis- und Leistungsklassen: Vom günstigen Standalone-Gerät für den Schutz eines Kleinunternehmens oder einer Außenstelle bis hin zu Enterprise-Lösungen für das Rechenzentrum. Zusätzlich hat man noch die Wahl zwischen spezialisierten Geräten und UTM-Appliances. Diese Unified-Threat-Management-Appliances vereinigen verschiedene Funktionen in einem Device, sie sind meist für kleinere oder mittlere Unternehmen ausgelegt.

Die Spezialisten

Auch spezialisierte Security-Appliances wie etwa Firewalls übernehmen heute zusätzliche Aufgaben, die über das reine Filtern von Netzwerkpaketen herausgehen. So genannte Next Generation Firewalls verfügen nicht nur über einen ganzen Satz von Applikationsfiltern, sondern auch meist noch über ein integriertes Intrusion Prevention System (IPS), das Einbruchsversuche anhand von Kommunikationsmustern erkennt und verhindert. Zudem fungieren Firewalls oft auch als Endpunkt für VPN-Verbindungen. Wichtige Anbieter von Firewalls sind etwa Cisco, Intel mit McAfee, Check Point, Fortinet, Juniper oder Barracuda. Auch Dell ist seit der Übernahme von SonicWall in 2012 verstärkt in diesem Markt aktiv. McAfee hat sich 3013 den finnischen Anbieter Stonesoft einverleibt, um dessen Schutz gegen Advanced Evasion Techniques (AETs) in die eigenen Next-Generation-Firewalls integrieren zu können. Bei dieser Angriffsart wird Malware in Einzelteile zerlegt über verschiedene Protokolle ins Netzwerk eingeschleust

Ein weiterer Typ spezialisierter Security-Appliances sind Viren- und Malware-Scanner. Sie können digitale Schädlinge schon herausfiltern, bevor sie Endgeräte im Firmennetzwerk erreichen und hier ihr Unwesen treiben können. Auch Spam oder Phishing-Attacken sollen durch diese Geräte eliminiert werden. Allerdings werden diese Funktionen immer öfter gleich durch die Firewall-Appliance mit abgedeckt.

Die Alleskönner

Noch mehr Funktionen erfüllen die UTM-Appliances. Sie enthalten eine Firewall, filtern den Datenstrom und oft auch den Inhalt elektronischer Kommunikation auf Suche nach Viren und Malware und erfüllen teilweise sogar noch die Funktion eines VPN-Gateways und Routers. Teilweise sind diese Geräte sogar noch mit einem integrierten WLAN-Access-Point ausgestattet und schützen damit auch den drahtlosen Netzwerkverkehr innerhalb der Firma. Die meisten UTM-Geräte sind eher für kleinere Unternehmen oder für Außenstellen größerer Firmen bestimmt, es gibt aber auch UTM-Geräte für mittlere oder größere Unternehmen, die für eine entsprechend größere zu untersuchende Datenmenge ausgelegt sind. UTM-Geräte sind meist günstiger als eine Kombination spezialisierter Appliances und sie bieten in der Regel auch eine einheitliche Bedienung aller Module. Allerdings sind sie hohem Netzwerktraffik weniger gewachsen und sie bilden natürlich einen Single Point of Failure: Beim Ausfall der UTM-Appliance ist das Netzwerk entweder komplett schutzlos oder gar nicht mehr zu erreichen.

Einen neuen Ansatz für eine UTM-Appliance hat Barracuda mit der im November 2014 vorgestellten Security Suite gewählt. Hier laufen Firewall, Web Filter und Spam Filter als virtuelle Appliances auf der gemeinsamen Hardware Barracuda IS300. Die Leistung der einzelnen Elemente kann dabei vom Administrator angepasst werden. (hal)

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Firmen können Firewalls, Viren- und Malware-Scanner, Contentfilter oder auch Intrusion Detection Systeme einsetzen, sie werden trotzdem keine 100prozentige Sicherheit mehr erreichen. Hart ist das vor allem für die Einzelhändler und andere stark betroffene Branchen. Diese umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Bedrohungslage gibt Auskunft über Gefahren, Betroffene und Lösungsansätze:
http://w.idg.de/1FieDGu

Dietmar Müller,
im Namen von IDG und FireEye

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