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25.12.1992 - 

Handelskammern wenden sich gegen EG-Pläne

Die betriebliche Weiterbildung braucht keine Reglementierung

BONN (pi) - Gegen die Pläne der EG, mit einer bindenden Entscheidung die berufliche Weiterbildung in Unternehmen zu regeln, hat sich die europäische Kammerorganisation Eurochambers ausgesprochen. Sinnvoller sei es, Weiterbildung auch künftig als Führungsaufgabe zu begreifen.

Die Initiative der EG-Kommission würde laut Eurochambers zu Mehrbelastungen der Betriebe in mehrstelliger Milliardenhöhe führen. Mit weiteren Kosten für Unternehmen gingen in der Gemeinschaft noch mehr Arbeitsplätze verloren. Dies würde vor allem die Wettbewerbsfähigkeit kleinerer und mittlerer Betriebe treffen.

Mit Blick auf die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung für den Erfolg des Binnenmarktes zögen die europäische Wirtschaft und die Kommission sicherlich an einem Strang. Ein Eingriff von oben in die Kompetenzen der Unternehmen auf der Grundlage von Artikel 128 des EG-Vertrages komme indes nicht in Frage.

Die europäischen Kammern fordern vielmehr Maßnahmen, die kleine und mittelständische Betriebe motivieren, notwendige Schritte zur Mitarbeiterqualifikation zu ergreifen. Hierbei müßte Weiterbildung als Führungsaufgabe im Unternehmen begriffen werden. Außerdem sei es notwendig, die Eigeninitiative der Beschäftigten zur Weiterbildting zu wecken. Eurochambers ist der Zusammenschluß von über 1200 Industrie- und Handelskammern (IHK) in Europa. Die 83 IHKs in Deutschland werden durch den Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHT) in Bonn vertreten.