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Kolumne


30.04.2007 - 

Die Botschaft hör ich wohl ...

Als HP jetzt in Berlin für sich das neue IT-Zeitalter "Business Technology" einläutete (siehe Seite 6), sagten sich wohl viele Zuhörer: "Das kenn ich doch." Der Informationstechnik soll in den Unternehmen der ihr gebührende Platz zukommen. Wie das Geschäftswachstum beschleunigt, die Kosten reduziert und die Geschäftsrisiken verringert werden können, diese Antworten solle, ja müsse die Informationstechnik geben. All das haben IT-Verantwortliche schon oft gehört. Die Rolle der IT wurde in den vergangenen Jahren ausgiebig diskutiert. Niemand bestreitet ernsthaft mehr deren ganz wesentlichen Wertbeitrag für Unternehmen. Nichts Neues also aus dem Westen der USA? Nicht ganz.

Die HP-Verantwortlichen gaben in Berlin unumwunden zu, nichts an der formulierten Botschaft sei sonderlich revolutionär. Das eigentlich Neue ist, dass sich HP erstmals ernsthaft damit beschäftigt, wie IT in den Unternehmen funktionieren sollte. Zu oft hat der Anbieter in der Vergangenheit beim Kundengespräch die tatsächlichen Probleme von IT-Managern links liegen gelassen. In Berlin gab HP das Versprechen ab, sich auf die Probleme der CIOs und ihre Budgetzwänge einzulassen - als Partner und nicht nur als Lieferant.

Die Berliner Hausmesse der Technology Solutions Group (TSG) stand denn auch vor allem im Zeichen einer Marketing-Message: Ab sofort machen wir Ernst mit unserem Anspruch, IBM als Komplettanbieter abzulösen. Auch wir wollen und können den Kunden helfen, den Beitrag der IT zum Geschäftserfolg signifikant zu steigern. Mit Lösungen für Business Information Optimization, Business Technology Optimization und Adaptive Infrastructure will HP dem Primus der Computerbranche den Rang ablaufen.

Die Sache hat nur einen Haken: Eine Botschaft zu verbreiten ist das eine. Ein Versprechen zu erfüllen etwas ganz anderes. Durch die Zukäufe von Softwarehäusern glaubt sich HP stark genug, als Generalist bei Unternehmen vorstellig werden zu können. Zumindest auf dem Papier zeigt sich HP nach den Übernahmen von AppIQ, Consera, Novadigm, Persist, RLX Technologies, Talking Blocks, TruLogica, Knightsbridge und insbesondere nach solch strategischen Zukäufen wie Peregrine und Mercury Interactive im Softwarebereich stark verbessert. Wie im Fußball zählt aber auch hier: Nicht die Summe der Einzelspieler garantiert den Erfolg. Vielmehr ist es das harmonische Zusammenspiel, das zur Meisterschaft führt. Diesen Beweis muss HP erst noch erbringen.