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04.11.1977 - 

Der rote Hahn im Rechenzentrum:

Die Brandstifter kamen mit Petroleum

MÜNCHEN (sf) - Bei aller Diskussion um den Datenschutz sollte das Thema "Objektschutz" nicht vergessen werden. Das Rechenzentrum mit seinem teuren Maschinen-Park und wertvollen Datenbeständen haben Brandstifter als Einrichtung entdeckt, bei der sich mit geringem Aufwand größtmöglicher Schaden anrichten läßt.

Jüngster Fall: Im RZ eines norddeutschen Versicherungsunternehmens wurde der 3,5-Millionen-Mark-Zentralrechner, eine Siemens 4004, durch Brandstiftung so stark beschädigt, daß er "als Totalschaden abgeschrieben werden muß". Wegen starker Verschmutzung sind außerdem die meisten Datenträger nicht mehr zu gebrauchen. Ein Teil der Daten kann durch Duplizierung wiedergewonnen, andere müssen rekonstruiert werden.

Wie die Kriminalpolizei ermittelte, legte der nächtliche Täter, der weder Türen noch Fenster aufbrach, mit Hilfe von Petroleum an insgesamt drei Stellen Feuer. Die dadurch angerichteten Schäden wurden vor allem durch Salzsäureniederschlag aus verbrannten Kunststoffen verursacht.

Glück im Unglück für das betroffene Unternehmen: Alle Schäden sind durch Sachversicherungen beziehungsweise Haftungsfreistellung, Datenträger- und Mehrkostenversicherung für die Benutzung einer Erstanlage abgedeckt.