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28.03.1997 - 

Verkehrsprobleme trüben das Bild

Die CeBIT '97 verstärkt ihren professionellen Charakter

Auf der Abschlußpressekonferenz am letzten Messetag zog Hubert Lange im Namen der Deutschen Messe AG ein positives Fazit. Von den 610000 Besuchern (1996: 609060) hätten über 86 Prozent dem Fachpublikum angehört (1996: 32 Prozent), rund 100000 Gäste kamen aus dem Ausland. Damit habe die Messe ihren professionellen und internationalen Charakter weiter ausbauen können. Wie schon 1996 kamen die meisten Menschen am Montag. Lange räumte ein, daß zu Wochenbeginn die Infrastruktur an ihre Grenzen gestoßen sei: "Am Montag hat es ganz eindeutig geknirscht."

Der Fachverband Informationstechnik im VDMA und ZVEI stimmte Langes Ausführungen zu. Die Aussteller wünschen sich allerdings für die Zukunft eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur. Auch die Halleneinteilung könnte noch weiter optimiert werden. Lange gab zu, daß hier ein gewisser Handlungsbedarf bestehe. Der BVIT als Vertretung der mittelständischen Softwarehäuser und IT-Dienstleister ist mit der CeBIT '97 nur bedingt zufrieden. Die Veranstaltung entwickle sich zu Lasten von Anbietern erklärungsbedürftiger Individuallösungen zunehmend zur Event-Messe, die Besucherzahl sei geringer gewesen als erhofft. Die Erwartungen der Anbieter von Standardsoftware seien allerdings teilweise übertroffen worden.

Jörn Stielow, Vorsitzender des Messeausschusses, kritisierte in ADAC-Manier vor allem fehlende Parkplätze für Aussteller und Besucher und forderte freie Fahrt für mündige Manager. Es sei Sache der Politik, dafür zu sorgen, daß in den kommenden Jahren ein Chaos wie 1997 vermieden werde.

Solche Vorwürfe konnte Peter Fischer, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, nicht auf sich sitzen lassen. Er betonte, es werde bereits jetzt im Vorfeld der Weltausstellung Expo 2000 Infrastruktur geschaffen, die in den kommenden Jahren auch der CeBIT zugute kommen werde. Schon 1998 sollen wieder die gewohnten 50000 Parkplätze bereitstehen. Zur Expo, bei der täglich bis zu 350000 Besucher in die Leinestadt strömen werden, soll dann das Messegelände über mehrere S-Bahn-Linien und einen neuen ICE-Bahnhof angebunden sein.