Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Die Commerzbank reduziert ihre IT-Belegschaft

06.06.2006
Die Einsparungen sind Teil eines Dreijahresplans.

Ein "Fitnessprogramm" hat sich der IT- und Transaction-Banking-Bereich der Commerzbank AG verordnet. In diesem Zusammenhang will CIO Frank Annuscheit das für 2005 verbuchte Jahresbudget von 938 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren auf 740 Millionen Euro per annum senken, was einer Reduzierung um mehr als 20 Prozent entspricht.

Im selben Zeitraum soll auch die Personaldecke in den beiden Unternehmensbereichen ausgedünnt werden. Wie der oberste IT-Manager bestätigt, sieht die Bank vor, bis 2008 rund 450 der momentan 4700 IT-Arbeitsplätze "so sozialverträglich wie möglich" zu streichen.

Unabhängig von der Fusion

Anders als jüngst in der Presse berichtet, sind diese Maßnahmen, so der CIO, "Ausdruck eines schon länger laufenden Optimierungsprozesses in den Servicebereichen". Sie hingen nicht unmittelbar mit der Fusion zwischen Commerzbank und Eurohypo zusammen. Die Einsparungen beträfen unterschiedliche Bereiche der IT und der Transaktionsbank.

Die "Nettoreduzierung" des IT-Personals soll laut Annuscheit auf keinen Fall einen "Abbau von Qualität" mit sich bringen: "Das können wir uns gar nicht leisten." Das legt den Verdacht nahe, dass die Bank vermehrt die Auslagerung von IT-Funktionen plant. Immerhin weist der CIO selbst darauf hin, dass externe Dienstleister "einfache" IT-Services um 40 Prozent preisgünstiger erbringen könnten als interne Mitarbeiter.

An seiner grundsätzlichen Einstellung gegenüber dem Thema Outsourcing habe sich allerdings nichts geändert (siehe www.computerwoche.de/550435: "Warum die Commerzbank ihre IT behält"), so beteuert Annuscheit: "Wir bleiben bei unserer Strategie, Optimierungen - so weit es irgendwie geht - aus eigener Kraft und im eigenen Haus zu schaffen." Die Auslagerung werde nur in Betracht gezogen, "wo wir das Ende der Fahnenstange erreicht haben". (qua)