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16.02.2001 - 

IT-Personalvermittlerin rät Bewerberinnen zum Umdenken

Die Computerbranche bietet Frauen gute Chancen

MÜNCHEN (CW) - Der Frauenanteil in der IT-Branche liegt immer noch unter zehn Prozent. Dabei stehen Bewerberinnen in der Computerbranche derzeit alle Türen offen, meint Gabriele Kernwein, Geschäftsführerin der PC/Enter Personalvermittlungs-GmbH in Bad Homburg. Doch überzogene Anforderungen an sich selbst, mangelnde Risikobereitschaft und nicht zuletzt traditionelles Rollenverhalten verhindern oft den Sprung auf der Karriereleiter.

Viele Arbeitgeber der Internet-Wirtschaft sind bereit Kompromisse einzugehen, um den Mangel an Fachkräften einzudämmen. So akzeptieren Unternehmen verstärkt längere Ausfallzeiten durch Schwangerschaft und Erziehungsurlaub. Auch Telearbeit oder gleitende Arbeitszeiten werden angeboten. Besonders Frauen könnten von dem derzeitigen Engpass der Branche profitieren. Dennoch werden die Möglichkeiten laut Kernwein viel zu wenig genutzt.

Ihrer Meinung nach haben Männer und Frauen bereits beim Lesen der Stellenangebote unterschiedliche Maßstäbe. Während Männer auf ihr Können vertrauen und eher Rahmenbedingungen erfragen, wollen Frauen oft hundertprozentig den Anforderungen des Unternehmens entsprechen. Obwohl sachliche Defizite durch Weiterbildung im Unternehmen behoben werden könnten, bewerben sich Frauen ich solchen Fällen oft erst gar nicht, kommt es aber zu einem Gespräch mit der Firma, stufen sie sich meist zu niedrig ein. Laut Kernwein erschwert auch das geringe Maß an Risikobereitschaft die Arbeitsplatzsuche. Frauen möchten vorwiegend eine für sie typische Arbeit, um eher Lob und Anerkennung zu erhalten.

Die Ursachen liegen nach Kernwein vor allem in der traditionellen Rollenverteilung. Frauen würden dabei oft den Rat von Eltern oder Freunden annehmen. Der sei seinerseits häufig von Sicherheitsdenken geprägt. "Noch mehr Frauen sollten den Mut aufbringen, ihre Entscheidungen selbst zu treffen", rät die Personalvermittlerin. Wichtig sei, sich über eigene Stärken und Schwächen klar zu werden, etwa anhand einer Positiv-Negativliste. Damit können Kenntnisse und Fähigkeiten definiert werden, die noch zu erlernen sind. Möglicherweise auch beim zukünftigen Arbeitgeber.