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14.03.1975 - 

MDT-Finanzbuchhaltung entlastet Groß-EDV bei Hengel & Co.:

Die Daten bleiben am Arbeitsplatz

AALEN - Seit Januar dieses Jahres steht bei der Firma Hengel & Co. - bekannt durch die Herstellung des "Hengella-Wäscheprogramms" - ein MDT-System Unidata 310, das ausschließlich für die Finanzbuchführung eingesetzt und unabhängig von der EDV-Abteilung des Hauses betrieben wird. Die Software für diese Anwendung hat der Hersteller Philips Electrologica "maßgeschneidert".

"Bereits nach den ersten Gehversuchen mit dem neuen System konnten wir unsere IBM 370 ganz entscheidend entlasten. Fehler, wie sie früher vorkamen, sind durch die direkte Bearbeitung der Daten am Entstehungsort jetzt nicht mehr möglich", berichtet Verwaltungschef Jochen Langen.

Finanzbuchhaltung mit Kostenrechnung

Das Software-Paket für die Finanzbuchführung ist so konzipiert, daß die Belege in der Reihenfolge gebucht werden können, in der sie anfallen. Ein Beispiel: Innerhalb des Belegkreises "Zahlungsmittel" können Ein- und Ausgangszahlungen, ganz gleich, ob sie Debitoren, Kreditoren- oder Sachkonten betreffen, unsortiert gebucht werden. Die Zuordnung des Buchungsstoffes zu den jeweiligen Sachkonten (Forderungen, Verbindlichkeiten) übernimmt der MDT-Computer.

Die einzelnen Möglichkeiten des Finanzbuchführungsprogramms sind: Automatische Steuerung der Soll- und Habenbuchungen über die Kontenart und das Symbol; automatischer Ausdruck verschiedener Kurztexte; direkte und indirekte automatische Gegenbuchungen; Mehrfachbuchungen und Stapelbuchungen; automatische Ermittlung der Umsatzsteuer (Vor- und Ausgangssteuer; Kostenstellenbuchungen; automatische Rückrechnung der auf die Skontenbeträge entfallende Umsatzsteuer. Jedes Konto kann einzeln saldiert werden, die Konten werden automatisch übertragen. Zudem werden die im Debitoren- und Kreditorenbereich durchgeführten Buchungen auf die entsprechenden Sachkonten übernommen.

Langen schätzt bei der neuen Lösung besonders die automatischen Absicherungen gegen Fehler, wie zum Beispiel Buchen auf dem falschen Konto oder Buchungen mit Verwechslungen der Soll- bzw. Habenspalten .

Bedienung durch die Buchhaltung

Für die Umschulung der Buchhaltungskräfte wurden nur zwei Tage benötigt. Innerhalb der Abteilung hat sich das Personal schnell an den Umgang mit dem Computer gewöhnt:

Das Datum eines jeden Tages wird über die Alpha-Tastatur eingegeben, von der Anlage als Konstante gespeichert und während des Programmablaufes immer wieder an erforderlicher Stelle automatisch ausgegeben. Die Journalseite wird über die Zehnertastatur des Systems eingegeben. Das Programm hat für jede Journalseite eine bestimmte Zeilenzahl festgelegt. Ist diese Anzahl während des Buchungsvorgangs erreicht, wird das Journal automatisch auf die erste Zeile der nächsten Seite vortransportiert und gedruckt, gleichzeitig mit den jeweiligen Kontrollsummen "Gesamt-Soll", "Gesamt-Haben", "Gesamt-Saldo".

Die jeweiligen Prozentsätze für Vor- und Mehrwertsteuer sind zum Buchungsbeginn im Programmvorlauf zu definieren, dabei können maximal fünf unterschiedliche Steuersätze eingegeben werden.

Mitten im Großraumbüro

Jochen Langen ist mit der von ihm gewählten Kombination von Hard- und Software sehr zufrieden. Nachdem die ersten Anfangsschwierigkeiten überwunden sind, verspricht er sich gegenüber dem Vorjahr eine erhebliche Leistungssteigerung. Als ganz großen Vorteil bezeichnet er die räumliche Integration des Systems in die Buchhaltung: Die Unidata 310, die mit einem Nadel-Matrix-Drucker ausgerüstet ist, steht in einem mittleren Großraumbüro, - die gewünschten Daten sind also jederzeit verfügbar. "Eigentlich meint man, daß ein Computer mit angeschlossenem Drucker viel Krach macht. Ganz im Gegenteil: erst dachten wir, wir müssen die übrigen Mitarbeiter vor diesem Lärm schützen. Heute schützen wir die Buchhalterin am Computer vor dem Lärm der anderen".