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30.08.1996 - 

Autobauer fordern unterschiedliche Formate

Die Datenaustausch-Kosten fahren den Zulieferern davon

Der Verein, der sich aus 150 Autoproduzenten, Zulieferern und Systemherstellern zusammensetzt, beruft sich dabei auf die Untersuchungsergebnisse der Arbeitsgruppe "Einführung von Step in die Industrie" (ESI). Demzufolge führen die Zulieferbetriebe durchschnittlich ein Drittel ihrer Entwicklungskosten auf die Forderung der Fahrzeughersteller nach Unterstützung des eigenen CAD/CAM-Formats zurück.

Einige der neun untersuchten Betriebe entwerfen ihre Produkte mit nur einem, dem von ihnen präferierten CAD-System und müssen deshalb alle mit dem Autobauer auszutauschenden Daten konvertieren. Dabei gehen bisweilen wichtige Informationen verloren, so daß - neben der Investition in fremde CAD/CAM- Software, Interfaces und Manpower - Kosten für die Nachbearbeitung entstehen. Der Aufwand summiert sich laut Prostep auf 100000 Mark im Jahr.

Fehlübertragungen lassen sich umgehen, indem der Zulieferer dasselbe CAD/CAM-System einsetzt wie der Fahrzeugproduzent. Kooperiert das Unternehmen mit mehreren Automobilherstellern, so muß es erhebliche Summen in Systeme und Mitarbeiter investieren - laut ESI-Gruppe jährlich bis zu 260000 Mark pro System.

Langfristig zahlen auch die Hersteller

Nach Angaben der Prostep-Vereinigung wälzen die Fahrzeughersteller zunächst einmal die Kosten auf die Zulieferer ab. Langfristig zahlen sie - in Form höherer Produktpreise - aber doch einen Teil der Zeche, so Uwe Stelter, Geschäftsführer der vom Prostep-Verein und acht der Branchenriesen (BMW, Daimler-Benz, Opel, Volkswagen/Audi, Bosch, ITT, Siemens und Delphi) getragenen Prostep GmbH, Darmstadt.

Die Alternative besteht laut Prostep darin, daß Zulieferer wie Hersteller mit dem jeweils eigenen System arbeiten, aber beim Datenaustausch dasselbe Format benutzen. In Form des Standard for the Exchange of Product Model Data (Step) seien die notwendigen Spezifikationen zum Teil schon normiert. Die dafür notwendigen Pre- und Postprozessoren schlügen mit lediglich 7000 Mark im Jahr zu Buche.