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25.06.1993

Die DVZ-Uebernahmen muessen noch verdaut werden Alldata stellt das laufende Jahr unter das Motto Konsolidierung

MUENCHEN (qua) - Bedingt durch die Uebernahme der Datenverarbeitungszentren (DVZ) in Rostock, Potsdam und Dresden erzielte die Muenchner Alldata GmbH 1992 rund 47 Prozent mehr Umsatz als im Jahr zuvor. Allerdings gingen die Akquisitionen zu Lasten des Gewinns. Auch fuer das laufenden Jahr erwartet die Geschaeftsleitung nur ein schwach positives Ergebnis.

Knapp 209 Millionen Mark konnte das Software- und Serviceunternehmen auf der Einnahmenseite verbuchen. Mit dem Vorjahresumsatz von 142 Millionen Mark laesst sich dieser Betrag nur bedingt vergleichen, da er bereits die DVZ-Umsaetze in Hoehe von 60 Millionen Mark einschliesst.

Auf der anderen Seite enthaelt der fuer 1991 bilanzierte Umsatz etwa zwoelf Millionen Mark, die die inzwischen aus dem Firmenverbund herausgeloeste Kreditkarten-Division eingenommen hatte. Um diese unternehmensinternen Veraenderungen bereinigt, betrug die Umsatzsteigerung von 1991 auf 1992 in den alten Bundeslaendern rund 15 Prozent.

Nach Angaben des Alldata-Managements sehen die Zahlen unter dem Strich schwarz aus. Einen konkreten Betrag wollte die Unternehmensleitung in diesem Zusammenhang nicht nennen, doch raeumte sie ein, dass die Margen unter den DVZ-Uebernahmen sowie unter der allgemeinen Konjunkturlage gelitten haetten. Ein Indiz fuer eine schwache Profitabilitaet ist sicherlich der Pro-Kopf- Umsatz, der - bei mittlerweile mehr als 1100 Mitarbeitern - weniger als 190 000 Mark betrug.

Das laufenden Jahr will die Geschaeftsfuehrung unter ihrem neuen Vorsitzenden, dem von ehmaligen Digital-Kienzle-Chef Hanns-Joachim Ehrhardt, vor allem zur Kosolidierung nutzen. Dabei stuetzt sich das Unternehmen insbesondere auf seine Finanzwirtschafts-Division, die im vergangenen Jahr ein ueberproportionales Wachstum von rund 30 Prozent erreichte. Versicherungs- und Kreditwirtschaft trugen zusammen 56 Prozent zu den Gesamteinnahmen bei. Fuer das laufende Jahr rechnet Alldata hier mit einer weiteren Einnahmensteigerung von 15 bis 20 Prozent.

Auf dem Bankensektor hat das Unternehmen nicht nur Beratung, sondern auch Softwareprodukte anzubieten. Den Produktvertrieb, mit elf Prozent der Gesamteinnahmen bislang recht schwach repraesentiert, wollen die Muenchner in den kommenden Jahre soweit ausbauen, dass er ein Drittel zum Umsatz betraegt. Dazu ist geplant, das Mainframe-basierte Branchenpaket "MBS" noch in diesem Jahr auf Unix zu portieren und in der Folge fuer Client-Server-Umgebungen anzupassen. Darueber hinaus offeriert Alldata den Betrieb des Softwarepakets als Outsourcing-Service.

Tritt an, um zu konsolidieren: der neue Alldata-Chef Ehrhardt