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28.03.1978 - 

Spezielle Branchenlösungen für Speditionen:

Die eigentliche Arbeit leistet die Software

28.03.1978

PADERBORN (de) - Zwar haben die meisten Speditionen auf dem Transportsektor kräftig rationalisiert - in der Verwaltung sieht es jedoch, was den Einsatz moderner Techniken angeht, nach wie vor finster aus. Folge: Nicht selten stehen Ladungen schon lange zur Abfahrt bereit, während die Fahrer noch auf die Begleitpapiere warten müssen. Ob ein Speditionsbetrieb ohne den "Kollegen Computer" überhaupt wirtschaftlich arbeiten kann, untersucht Franz Fischbach, EDV-Fachlehrer und Autor zahlreicher Beiträge zum Thema Datenverarbeitung.

Speditionen zählen zu den klassischen Dienstleistungsbetrieben. Allerdings bieten sie kein einheitliches Bild, weil sich die Fuhrparke meistens nach ganz individuellen Aufgaben richten, die entweder im Nah- oder Fernbereich ausgeführt werden.

In Transportunternehmen hat das Büro als wichtigste Aufgabe dafür gerade zu stehen, daß für alle tagsüber ankommenden Güter, die noch am gleichen Tag weiter verladen werden sollen, die Papiere spätestens bis zum Ende der Verladearbeiten zur Verfügung stehen. Kommt das Büro mit den Verwaltungsarbeiten nicht nach, so bewirkt das in der Regel eine Minderung des Lagerdurchsatzes, was wiederum den Gewinn schmälert. Allerdings bedeutet die Hektik, die in unserer Zeit zur Gewohnheit wird, daß sich die Erfahrungswerte für den Sachbearbeiter bezüglich der Fahrzeugdisposition, Lagerfläche, Personal oder Arbeitgeber ständig verändern. Infolgedessen sind die Disponenten aus Zeitknappheit mehr oder weniger darauf angewiesen, sich nur auf ihr Fingerspitzengefühl zu verlassen. Dabei sind Fehleinschätzungen nicht auszuschließen, was die Betriebs- und Transportleistung eventuell erheblich beeinträchtigt.

Vermeidbare Doubletten

In den jeweiligen Stoßzeiten beschäftigt sich das Büropersonal in der Hauptsache mit der Ausfertigung der Abfertigungspapiere.

Als Folge davon werden unwichtigere Arbeiten auf einen späteren Termin verschoben. Die Arbeitskräfte verlieren unter Umständen die Übersicht: Arbeitsgänge werden unnötig wiederholt, Rückfragen und Klärvorgänge führen zu zusätzlichen vermeidbaren Betriebskosten. Hinzu kommt, daß die harte Konkurrenzsituation den Spediteur zwingt, die unterschiedlichsten Abrechnungskonditionen anzunehmen. Es fragt sich nur: Bleibt die Wirtschaftlichkeit bei Einhaltung der verschiedenen Vereinbarungen ohne den Kollegen Computer immer gewährleistet?

Die Mindestanforderungen für die maschinelle Ausrüstung richtet sich nach den zu bewältigenden Aufgaben. Bei der Nixdorf Computer AG geht man von folgender Mindestausstattung aus:

- 1 Nixdorf Computersystem 8870/2 Modell F (Foto) mit 72 K Bytes Hauptspeicher

- 1 Bildschirm (1920 Zeichen)

- 1 Magnetplattenspeicher (zweimal 6 Millionen Bytes)

- 1 Drucker

Der Erweiterung nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt. Als Zentraleinheiten sind die Nixdorf-Computer 8870 Modell 2 bis 6 einsetzbar, die in Abhängigkeit von der Größe eine höhere Datendurchsatzrate erlauben.

Für differenzierte Anforderungen

Die eigentliche Arbeit leistet die Software. Nixdorf hat mit dem Softwarehaus Softplan (Nürnberg) ein Softwarepaket SPEDIS (Speditions-, Dokumentations- und Informationssystem) entwickelt, das in der Lage ist, die vielfältigen Aufgaben in den Verwaltungen von Speditionen zu rationalisieren, obwohl zwischen Transportbetrieben jeder Art große Unterschiede sowohl im Fahrzeugpark als auch im Streckennetz als auch in der Art der Transportgüter bestehen.

Der Leistungsspiegel von SPEDIS umfaßt nicht nur alle nationalen Verkehrsarten wie Sammelgut-Ein-/Ausgang und Fernverkehr, sondern auch die Tarifierung einschließlich automatischer Entfernungsermittlung. Es kommen noch Programme für Frachtberechnung einschließlich Frachtoptimierung, Auftragserfassung und Schreiben der Frachtbriefe sowie für das Erstellen der Landelisten, des Speditionshandbuches, der Rollkarten und der Aufkleber hinzu. Auf den Magnetplatten stehen folgende Dateien im direkten Zugriff bereit: Inhaber-Stammdatei, Spediteur-Stammdatei, Kunden-Stammdatei, Tarifdatei, Entfernungswerk-Dateien, Fahrzeugstammdatei, Konzessions-Stammdatei und Güterarten-Stammdatei. Zur Pflege der Dateien und auch zur Erledigung der üblichen Verwaltungsarbeiten wie Lohn- und Debitorenbuchhaltung stehen die entsprechenden Programme ab Ende März 1978 einsatzbereit zur Verfügung.

Die Paderborner bieten EDV-Einsteigern unter den Speditionsbetrieben an, das Programmpaket entweder als ganzes zu mieten (zu kaufen) oder nach und nach modulweise einzusetzen.