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03.02.1995

Die Entsorgungsfrage ist noch ungeloest Lithium-Ion-Batterien sind leichter und halten laenger

MUENCHEN (CW) - Eine neue Generation von Batterien soll den Notebooks eine laengere Betriebsdauer verschaffen. Toshiba, Dell, Digital Equipment, Texas Instruments und Gateway 2000 haben sich bereits fuer die Lithium-Ion-Stromquellen entschieden.

Die Vorzuege der neuartigen Batterien liegen im geringeren Gewicht und der laengeren Betriebsdauer gegenueber herkoemmlichen Akkus - Faktoren, die insbesondere fuer Laptops von Bedeutung sind.

Im Gegensatz zu Batterien auf der Basis von Nickel-Kadmium oder Nickel-Metall-Hydriden kommt bei Lithium-Ion der "Erinnerungseffekt" nicht vor. Dieses Phaenomen tritt auf, wenn Batterien mit Nickelbestandteilen wieder aufgeladen werden, ohne dass sie vorher voellig entleert waren. Die Akkus "merken" sich die alte Fuellmenge und koennen den Rest der Kapazitaet nicht mehr nutzen.

Ein weiterer Vorteil des neuen Materials ist, dass es mehr Leistung abgibt als Nickel-Kadmium. Lithium-Ion erlaubt ausserdem eine laengere Betriebsdauer der Geraete. "Wenn eine Nickel-Kadmium- Batterie ein Notebook drei Stunden lang speiste, so erlaubt eine Lithium-Ion-Batterie des gleichen Gewichts eine Betriebsdauer von sieben Stunden", beziffert Garry Elsasser von Toshiba den Unterschied.

Die neuartigen Batterien lassen sich nach seinen Angaben auch zwei- bis dreimal haeufiger aufladen als die alten Stromquellen und halten bei Lagerung laenger vor.

Nachteilig ist bislang, dass der Herstellprozess sehr aufwendig ist und derzeit nur drei japanische Lieferanten am Markt agieren. Hinzu kommt nach Aussagen eines Ingenieurs von Gateway 2000, dass sich die Batterien leicht ueberladen lassen, zu heiss werden und damit zerstoert sind. Ungeklaert ist ausserdem die Entsorgung des neuen Materials. Fuer Nickel-Kadmium entwickelte man in der Vergangenheit brauchbare Recyclingtechniken, fuer Lithium-Ion liegen noch keine Konzepte vor.