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31.05.1991

Die Entwicklung der grafischen Datenverarbeitung

"Der schon seit einigen Jahren anhaltende Boom in der grafischen EDV mit jährlichen Wachstumsraten bis zu 50 Prozent geht darauf zurück, daß

- die gesunkenen Hardwarekosten die Geräte für größere Anwendergruppen erschwinglich werden ließen,

- die Software-Entwicklungstechniken ausgereifter sind,

- Standardisierungen bei Geräten und Softwareschnittstellen sich durchsetzen.

Es ist anzunehmen, da die grafische Datenverarbeitung ihre bisherige Bedeutung weiter steigern wird. Dieser Trend wird vor allem von den folgenden Faktoren bestimmt:

Die Kosten der grafischen Peripherie:

Durch die Speicherbildröhre wurden grafische Arbeitsplätze erstmals für weite Anwenderkreise erschwinglich, allerdings auf Kosten der Interaktivität (ca. 1970). Mit der Entwicklung hochintegrierter Speicherbausteine wurden billige Rasterbildschirme mit grafischen Fähigkeiten Standard.

- Komplexität der Software Interaktive grafische Systeme sind ähnlich komplex wie Betriebssysteme. Dies führt zu langen Entwicklungszeiten und hohen Entwicklungskosten.

- Hoher Rechneraufwand

Sowohl die grafischen Methoden selbst, als auch die hinter ihnen stehenden Anwendungen sind sehr rechenintensiv (FEM-Analyse, Meteorologie,...). Dies führt zu hohen Hardwarekosten.

- Portabilität

Bis heute sind grafische Systeme in der Regel an eine spezielle Hard- und Softwareumgebung gebunden und somit nicht frei übertragbar. Dies führt zu zusätzlichen Kostenbelastungen für Anwender und Hersteller. Durch Standardisierung von Hardware und Software versucht man, diese Probleme zu verringern. "

Aus "Graphische Datenverarbeitung" von Herbert Kopp, Carl Hanser Verlag München