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Spekulationen über IBMs Homecomputer:


02.09.1983 - 

Die Erdnuß kommt schon im Oktober

NEW YORK (VWD)-In der US-Computerbranche werden gegenwärtig die möglichen Vorstellungstermine des IBM-Homecomputers Peanut fast wie Geheimtips gehandelt. IBM selbst hüllt sich im Hinblick auf dieses Produkt in Schweigen, der Rechner existiert also offiziell noch gar nicht.

Die neuesten Vermutungen in Industrie- und Händlerkreisen gehen dahin, daß der Hersteller den Rechner erstmals Mitte Oktober der Öffentlichkeit vorstellen wird. Schon im Hinblick auf die äußere Form des Peanut wird spekuliert, da bisher offensichtlich kaum jemand einen montierten Prototyp gesehen hat. IBM stellt den Unternehmen, die Teile zu liefern oder Programme für den Rechner entwerfen sollen, offenbar nur Teile des Gerätes zur Verfügung.

Die meisten dieser Unternehmen sagen jedenfalls, sie hätten den Peanut bisher nur in zerlegtem Zustand gesehen. Allerdings wird als sicher angenommen, daß sich der Rechner Im Erscheinungsbild nicht grundsätzlich von seinem "großen Bruder" dem IBM-PC unter scheiden wird.

Die Preis-Spekulationen gehen dahin, daß Konsole und Laufwerk im Laden etwa 700 bis 800 Dollar kosten werden. Der komplette Rechner mit Bildschirm werden auf etwa 1300 Dollar kommen. Vor Weihnachten werde der Computer nur in begrenzten Mengen ausgeliefert werden. Danach, so die Experten werde IBM die Produktion voll anfahren und auch außerhalb des Unternehmens fertigen lassen, wie dies schon beim PC gemacht wurde.

Den Mikroprozessor wird Intel herstellen. Eine teilweise Fertigung dürfte nach Meinung von Beobachtern bei SCI Systems in Huntsville/Alabama erfolgen. Das Unternehmen, das auch Teile für den Personal Computer montiert, hatte seinen Auftragsbestand kürzlich mit 400 Millionen Dollar angegeben; davon stamme mindestens ein Teil von IBM, glaubt man in der Branche. In Börsenkreisen schätzt man, daß IBM in diesem Jahr noch 90 000 Rechner ausliefern wird, im nächsten Jahr konnten es bis zu 350 000 Stück sein.

Mit dem Peanut verbindet der Computerhersteller möglicherweise auch eine neue Verkaufsphilosophie, die Philip Estridge, der für die IBM-Marketingaktivitäten im PC-Bereich verantwortlich ist, in einer Rede kürzlich andeutete: Danach hat IBM Corp. gar nicht so sehr den Kunden im Blick, der sich seinen ersten Homecomputer oder PC kauft; das Interesse gelte dem, der sich sein Zweit- oder Drittgerät anschaffen wolle, sagte Erstridge damals. Die vermutlichen Eigenschaften des Peanut ausbaubarer 64 Speicher, grafikfähiger Farbbildschirm, Programme wie für den PC - Würden den Rechner zum geeigneten Zweitgerät für Besitzer eines IBM-PC machen.