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25.11.1998 - 

Im Umstellungstrubel vergessen

Die Eurocard versteht den Euro noch nicht

MÜNCHEN (vwd) - Ab dem 1. Januar 1999 gilt der Euro als bargeldloses Zahlungsmittel. Bislang gibt es jedoch nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) keine Kartenterminals, die sowohl in Mark als auch in Euro abrechnen können.

Das Fehlen solcher Automaten bedeutet, daß die Bankkunden zwar ihr Konto in Euro führen lassen und auf Überweisungen die Währung ihrer Wahl ankreuzen können, das Hotelzimmer in Euro zu bezahlen wird jedoch nicht möglich sein. Die für die Abwicklung bargeldloser Kartenzahlungen notwendigen doppelwährungsfähigen Terminals können bislang von den Herstellern nicht geliefert werden.

Die Schuld liegt dabei weniger bei den Hardwarelieferanten als bei der Kreditwirtschaft. Der zuständige Zentrale Kreditausschuß (ZKA) hat erst im November ein E-Cash-Verfahren für Doppelwährungssysteme veröffentlicht. Der späte Termin erklärt sich durch die nachträgliche Einarbeitung verschärfter Verschlüsselungsvorschriften. Konkret soll die Bandbreite der Codezeichen von 8 auf 16 Bit erweitert werden. Im Internet gelten dagegen erst 64 Bit als halbwegs sicher. Doppelwährungsfähige Terminals, die die neuen ZKA-Vorgaben erfüllen, sind nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands erst für Mitte 1999 zu erwarten.

Betroffen ist vor allem der Zahlungsverkehr mit der Eurocard. Die Kreditkartenorganisationen wollen dagegen mit einem eigenen elektronischen Verfahren die Doppelwährungsphase fristgerecht zum 1. Januar nächsten Jahres einführen. Das ZKA lehnt dieses "wilde" Lastschriftverfahren als nicht offiziell zugelassen ab.

Infolge dieser Situation werden einige Hotels und Einzelhandelsbetriebe die Doppelwährungsphase mit ihrem Kreditkartenunternehmen zum 1. Januar beginnen, während andere auf die Regelungen für die Eurocheque-Karte warten.