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02.11.1990 - 

Vor allem erfolglose CIM-Projekte brachten neue Erkenntnisse

Die Fabrik der Zukunft braucht den Menschen doch

Gerhard Wohland ist Regionaler Beratungsleiter der Integrata AG, Stuttgart.

Vor noch nicht allzu langer Zeit war es üblich, sich die Zukunft der Fabrik als "menschenleer" vorzustellen. Strittig blieb lediglich, wann die technischen Mittel ausreichen, um Menschen in der Produktion weitgehend überflüssig zu machen. Mittlerweile aber stellten spektakuläre Mißerfolge großer CIM-Projekte den bereits als nutzlos eingeschätzten Menschen wieder in den Mittelpunkt.

Der Traum, den "widerspenstigen Produktionsfaktor Mensch" durch technische Systeme zu ersetzen, ist ausgeträumt. Der technik-zentrierte Ansatz für die neue Fabrik steckt in der Krise. Nachfolgend sollen einige Ideen skizziert werden, die sowohl die vergangene Euphorie als auch die heutige Katerstimmung plausibel machen.

Die zu begründende These lautet: "Für die neue Fabrik ist nicht eine technische, sondern eine nicht-technische, nämlich eine soziale Innovation das zu lösende Problem. Der Kern dieser sozialen Innovation liegt in einer den neuen technischen Möglichkeiten angepaßten Arbeitsorganisation. Die neue Fabrik ist als rechnergestütztes soziales System zu entwerfen."

Obwohl die CIM-Geschichte erst kurz ist, können doch schon vier CIM-Generationen unterschieden werden: die erste, die "naive", die zweite, die"pragmatische", die dritte, die "sozialtechnische", und die vierte, die "sozio-technische".

Biologischer Risikofaktor Mensch

Die ersten CIM-Konzepte beruhten auf der Annahme, daß der Computer den "biologischen Risikofaktor" Mensch ersetzt und dadurch die Produktion zu einem vollständig deterministischen System gemacht werden kann. Solche Systeme wären dann automatisierbar wie ein chemischer Prozeß.

Typische Zielkonflikte wie zum Beispiel Produktivität und Flexibilität wurden auf menschliche Schwächen zurückgeführt. Mit einer "computerintegrierten Fertigung" (CIM) sollte eine "ideale", weil menschenfreie Produktion erreicht werden. Dieser frühe naive CIM-Ansatz gilt heute allgemein als unbrauchbar. Die zugehörigen Begriffe "automatische" oder "menschenleere" Fabrik werden inzwischen weniger verwendet. In vielen Hinterköpfen treibt dieser Laplacesche Dämon aber immer noch sein Unwesen.

Nach den ersten Mißerfolgen wurde diese Konzeption schon wegen der Unzuverlässigkeit der damals verwendeten Zentralrechner verworfen. Pragmatisch ist nun nicht mehr die Verdrängung des Menschen das Ziel, sondern die Beherrschung der inzwischen veränderten Marktbedingungen.

Diese veränderten Bedingungen erfordern weniger die kostengünstige Massenproduktion, sondern stärker die flexible termingenaue Produktion von kleinen Losgrößen in hoher Qualität.

Die pragmatischen CIM-Ziele lauten heute:

1. Qualität,

2. Flexibilität,

3. kurze Durchlaufzeit und damit kleineres Umlaufkapital,

4. höhere Produktivität (an letzter Stelle).

Die Hoffnung, man könne die notwendige hohe Flexibilität durch "flexible" Software erreichen, wurde enttäuscht. Software ist nur als Gestaltungsobjekt flexibel. Einmal implementiert, verhält sie sich, verglichen mit dem Menschen, so starr wie ein Fließband. Auch für diese Generation bleibt die CIM-Havarie typisch.

Eine CIM-Havarie hat man sich nicht als "rauchenden Trümmerhaufen" vorzustellen. Sie ist dadurch bestimmt, daß die theoretisch mögliche Steigerung der Effektivität auch nach Überwindung der Anfangsschwierigkeiten nicht annähernd erreicht werden kann. Die CIM-Havarie liefert den praktischen Nachweis, daß man nicht genau genug weiß, wie mit der netten Technik effektiv produziert werden kann. Dazu zwei Beispiele:

- Der US-Konzern General Motors hat vor einigen Jahren 20 Milliarden Dollar in die Computerisierung der Autoproduktion investiert. Die neuen Anlagen erreichten nie die Effektivität der alten.

- Der Vorstand des VW-Konzerns ließ wissen, daß es keine zweite "Halle 54" bei VW geben wird. Diese Halle war bis vor kurzem das Vorbild für modernste Produktion bei VW.

Beide Konzerne haben inzwischen "umgeschwenkt". Sie experimentieren mit modernen Konzeptionen wie zum Beispiel der Gruppenfertigung. General Motors startet dazu zusammen mit Toyota das Experiment "Nummi" (New United Motor Manufacturing). VW wiederum stellt mit großem Aufwand sogar Teile der "alten" Halle 54 auf diese Arbeitsorganisation um. So entsteht eine weitere, die dritte (sozialtechnische) CIM-Generation.

Durch den ökonomischen Druck ausgehend von Havarien beginnt sich die Erkenntnis durchzusetzen, daß der Mensch nicht nur" nicht verdrängt" werden kann, sondern zentrales Element dieses Innovationsprozesses ist. Selbst hartgesottene Manager vermuten inzwischen, daß CIM-Havarien verhindert werden könnten, wenn neben der technischen eine soziale Innovation gelänge. Ein Indiz für diesen Trend ist zum Beispiel der Slogan: "Ohne HIM (Human Integrated Manufacturing) kein CIM" oder auch die neue europäisch geförderte Forschungsrichtung" Human centered CIM".

Typisch für die dritte Generation ist ein interdisziplinärer wissenschaftlicher Ansatz, der die Unzulänglichkeiten der Informatik durch Hinzunahme anderer Wissenschaften ausgleicht. Auch die sogenannte Benutzerbeteiligung bei der Systementwicklung erhöht die Qualität erheblich. Nur reicht dieser Ansatz ebenfalls nicht

weit genug.

Notwendig sind objektive Interessen der Arbeitenden (was man wollen soll). Eine passive (karitative) Berücksichtigung von subjektiven Bedürfnissen kann das Problem nicht lösen. Immer noch gibt es kein Beispiel eines größeren CIM-Systems, mit dem im industriellen Alltag effektiver gearbeitet werden kann als mit herkömmlichen Produktionssystemen.

Die technischen Erfolge, besonders die der Informatik, haben dazu verführt, alles - auch den Menschen - als technisches System aufzufassen (KI-These) und ihn nicht nur mit technischen Kategorien zu beschreiben, sondern auch zu versuchen, ihn durch technische Systeme zu ersetzten. Nachfolgend ist zu zeigen, daß diese CIM-Theorie auf dem Kopf steht und deshalb auf die Füße gestellt werden muß.

Um Menschen eine Chance zu geben, ihre Arbeit mit einer neuen Technik effektiv zu organisieren, muß diese Technik auch begrifflich handhabbar gemacht werden. Dazu wird von ihr ein Bild benötigt, das sich mit menschlichen Interessen konfrontieren läßt. Nur aus dieser Konfrontation kann eine praktikable Arbeitskultur entstehen. Erdenken kann man sie nicht, schon gar nicht mit den Mitteln der Informatik.

Nicht die menschliche Arbeitswelt ist in technische Begriffe zu fassen, sondern umgekehrt: Die technischen Mittel sind in Begriffen der Arbeit, das heißt mit nicht-technischen Kategorien, zu beschreiben. Notwendig ist eine Beschreibung der Technik vom Menschen und seinen Interessen her, also "von außen".

Einige Beispiele für Definition und Verwendung für "Begriffe von außen":

- Techniken sind Mittel, mit denen Menschen ihre körperlichen und geistigen Schranken überwinden.

- Technisierung meint die Übertragung formaler Anteile menschlichen Tuns auf Maschinen. Die nicht formalen Anteile sind nicht technisierbar, sie bleiben dem Menschen vorbehalten.

So gesehen ist Technisierung kein linearer Prozeß, der mit vollständiger Automatisierung menschlicher Arbeit enden könnte. Einerseits hat jede technische Innovation einen Vorlauf des Bewußtseins zur Voraussetzung. Andererseits ist jeder Produktionsprozeß auch ein Konkurrenzprozeß zwischen sozialen Systemen (Betrieben). Ein durch Technisierung "befreiter Kopf" kann komplexere und damit gewinnbringendere Arbeit tun - ein entscheidender Konkurrenzvorteil, auf den nicht verzichtet werden kann. Durch technische Innovation kann die Arbeit also nicht trivialisiert werden, solange sie unter Konkurrenzbedingungen stattfindet .

Durch Abspalten von Formalem (Technisierung) wird die Arbeit und damit das menschliche Bewußtsein auf eine höhere Stufe gezwungen, also entwickelt. Mit jeder gelungenen Technisierung entstehen wieder

neue, noch nicht formalisierbare Anteile der Arbeit. Da dieser Prozeß kein absehbares Ende hat, bleibt der Mensch nicht trotz, sondern wegen der technischen Innovation wichtigstes Element konkurrenzfähiger Produktion. Die Alltagserfahrung, daß Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, wenn erfolgreich rationalisiert wird, widerspricht nur scheinbar.

Rationalisierende Technik macht Menschen produktiver. So kann die geforderte Arbeit von weniger Menschen getan werden. Ein Mensch erledigt jetzt die Arbeit von vielen. Er, der produktivere Mensch, nicht die Technik ersetzt seine Kollegen.

Technische Revolution

So an menschliche Ziele angelehnt, erreicht eine technische Innovation genau dann die politische Dimension einer technischen Revolution, wenn eine qualitativ neue Schranke menschlicher Arbeit überwunden und damit technisierbar wird. Aus dieser Sicht (von außen) gliedert sich das unübersehbare Meer der technischen Neuheiten in viele Bereiche, die nur technisch (von innen) neu sind, und wenige, die auch in ihrer Wirkung auf die Arbeitswelt neuen Charakter haben. In diesem Sinne sind zum Beispiel die Biotechnologie, der Laser, die Raumfahrt oder die Kernkraft keine "neuen" Techniken.

Anders verhält es sich beim frei programmierbaren Computer. Er ist eine Neuheit von historischer Dimension. Zum ersten Mal können mit einer Technik nicht mehr nur körperliche, sondern auch in großem Umfang geistige , Anteile der menschlichen Arbeit technisiert werden. Erinnert sei daran, daß das menschliche Bewußtsein wahrscheinlich eine sich ständig erweiternde unendliche Vielfalt von hierarchischen Schichtungen darstellt. Technisierung bezieht sich hier also nicht auf das Bewußtsein "als Ganzes" (KI), sondern immer nur auf bestimmte" niedere" Teile.

Besonders wichtig für die "Beschreibung von außen" ist das Begriffspaar "Daten" und "Information". Der Begiriff Daten entspricht einer technischen Kategorie. Es handelt sich dabei um "neutrale" formale Strukturen, die von Rechnern verarbeitet werden können. Sie können, müssen aber nicht, Träger von Information sein.

Daten und Information

Information dagegen ist eine soziale Kategorie. Ob eine Struktur eine Information enthält oder nicht, ist abhängig von einem menschlichen Nutzungskontext. Was für den einen Information bedeutet, ist für den anderen nur ein Geräusch. Aus Information Daten zu machen und aus diesen wieder Information ist ein Vorgang, der zwar durch Systeme gestützt, aber im Kern eine kreative und damit menschliche Leistung bleibt.

Der Fluß der Information durch einen Betrieb ist Teil der dort geleisteten Kopf-Arbeit; er wird bestimmt und bestimmt die Organisation der Arbeit. Die Technisierung des Informationsflusses, also die Übertragung des formalen Teils auf meist vernetzte Computersysteme, verändert die Arbeitsorganisation unmittelbar. Werden notwendig nicht-formale Anteile auf Maschinen übertragen und damit zwangsweise formalisiert, erfährt der Informationsfluß eine Störung oder wird gar verhindert. Es entstehen Systeme, die so etwas wie einen "Dienst nach Vorschrift", erzwingen - eine Verhaltensweise, die im öffentlichen Dienst als erfolgreiche Streikform praktiziert wird.

Durch die notwendige Dezentralisierung flexibler Fertigung wachsen die Informationsflüsse so stark an, daß sie mit konventionellen Mitteln nicht mehr zu beherrschen sind. In einer zweiten Näherung erweist sich die neue Fabrik also als eine Produktion mit technisierten Informationsflüssen. Wie gezeigt, ist rechnergestützte Informationsverarbeitung im Gegensatz zur Datenverarbeitung aber nicht nur ein technisches Problem.

Technische und soziale Innovation

Doch warum läßt sich eine Arbeitsorganisation für technisierte Informationsflüsse nicht mit den bewährten Mitteln entwickeln? Aus der neuen Qualität des Computers folgt, daß technische und soziale Innovation nicht wie bisher "durch Welten getrennt" sind. Die Entwicklung einer Arbeitsorganisation, die eine möglichst hohe Effektivität des Produktionsprozesses ermöglicht, war bisher eine der technischen Entwicklung folgende durch soziale Auseinandersetzungen optimierte Aktivität, also ein - zumindest für Entwickler - unbewußter Prozeß, ein Ereignis jenseits ihres Horizonts.

Da der aktuelle Kern der neuen Fabrik die Technisierung von Informationsflüssen bedeutet und Information eine soziale Kategorie ist, kann technische und soziale Innovation nicht mehr getrennt werden, auch zeitlich nicht. Wird, wie immer noch üblich, nur die technische Seite bewußt gestaltet und die soziale dem Zufall überlassen, so erzwingen die so entstandenen Systeme Arbeitsabläufe, die im betrieblichen Alltag meist ,wenig effektiv, oft nicht einmal praktikabel sind. Die wichtigste Erkenntnisquelle für den soziotechnischen Entwicklungsprozeß ist der politisch ausgetragene Konflikt zwischen menschlichen Interessen und technischen Möglichkeiten.

Die heutige CIM-Generation

Wie ist der Stand der "CIM-Theorie" heute? Erkannt wurde, daß ab einer bestimmten Größe und Komplexität sich eine technische Innovation nicht mehr getrennt von der zugehörigen sozialen Innovation organisieren läßt. Noch nicht erkannt ist, daß eine unverzichtbare Erkenntnisquelle für eine effektive soziale Innovation im politischen Prozeß ruht, der sich in Konfrontation von technischer Möglichkeit und menschlichen Interessen bildet.

Der politisch ausgetragene Interessenkonflikt behindert nicht die Innovation, sondern er fungiert als ihre Voraussetzung. Er ist die entscheidende Erkenntnisquelle für technische Entscheidungsprozesse in Richtung Effektivität. Die neue Fabrik ist das Ergebnis eines politischen Prozesses. Die technischen Innovationen stehen also nicht am Anfang, sondern am Ende des Weges zur neuen Fabrik. Sie entsteht, wenn überhaupt, nach folgenden Prioritäten:

1. Strategie,

2. soziale Innovation (Organisation),

3. technische Innovation.

Daß jede Möglichkeit zur technischen Innovation mit einem Vorteil für das Unternehmen verbunden ist, stellt keineswegs eine zwingende Notwendigkeit dar. Übertechnisierung und Überautomation können notwendige Entwicklungen durchaus behindern. Der Weg zur Fabrik mit Zukunft beginnt deswegen mit der strategischen Uberlegung, an welchen Zielen und an Märkten man sich orientieren muß beziehungsweise will. Daraus sind die Anforderungen an den Betrieb abzuleiten. Dabei ist es durchaus möglich, daß sich eine computerintegrierte Fertigung als das falsche Mittel herausstellt.

Diese strategischen Überlegungen sind durch blinde technische Innovationen nicht zu ersetzen - besonders dann nicht, wenn sie durch Befürchtungen, "den Anschluß zu verpassen", oder durch die euphorische Vision von "CIM als universellem Heilmittel" motiviert sind. Beides ist immer ein teurer Irrtum. Als Faustregel kann gelten, daß eine unüberlegte Computerisierung alles verstärkt, besonders die vorhandenen Probleme. Mit sozialer Innovation sind alle nicht-technischen Mittel gemeint, mit denen eine Produktion optimiert werden kann.

Primat der sozialen Innovation

Für die neue Fabrik gilt das "Primat der sozialen Innovation", das heißt, zunächst muß das soziale System einer Produktion so umgestaltet werden, daß es für die neuen technischen Systeme "aufnahmefähig" wird. Peter Brödner zum Beispiel ist der Meinung, daß folgende Werte bereits ohne technische Innovation erreicht werden können:

- 60 bis 88 Prozent kürzere Durchlaufzeiten,

- 44 bis 66 Prozent weniger Umlaufkapital,

- wesentlich kürzere Rüstzeiten.

Nachfolgend einige Beispiele für Elemente sozialer Innovation:

1. Qualitätszirkel - kein Element innerbetrieblicher Demokratie, sondern eine Institution, mit der unbewußtes Produktionswissen bewußt und damit technisierbar gemacht wird.

2. Wertanalyse - sie schafft ein Bewußtsein über die ökonomische Konsequenz einer Konstruktionsidee. Die geniale Idee allein ist nicht unbedingt praktikabel.

3. Qualifikation, Weiterbildung, "Lernstatt" - Qualifikation im soziotechnischen Sinne meint nicht" Dressur" an technischen Systemen, sondern die Fähigkeit, technische Systeme als Werkzeuge zu benutzen. Zumindest bei der Gruppenfertigung ist dazu neben technischer auch "soziale" Kompetenz (IBM) nötig. Qualifikation muß projektbegleitend erfolgen, um daraus Verbesserungen und Korrekturen am geplanten System abzuleiten (Prototyping). Neue Berufsbilder, neue Arbeitsinhalte und neue Verhaltensweisen müssen gefunden und trainiert werden, beispielsweise Führungsqualitäten, Arbeitstradition, ethische Werte.

4. Fertigungs- und montagegerechte Konstruktion - sie ist ein Element sozialer Innovation, da es sich um sozial vermittelte Denkweisen handelt.

5. Dezentrale Organisationskonzepte - zum Beispiel die Fertigungsinsel als Verknüpfung von Gruppentechnologie und Gruppenarbeit (Fabrik in der Fabrik).

6. Intrinsische Motivation Motivation durch Arbeitsinhalte.

7. Organisations-Ergonomie -als dritte Disziplin nach Hardware und Software-Ergonomie entstanden.

8. Neue Lohnsysteme - zum Beispiel Bezahlung nach der Lern-, statt nach der Arbeitszeit.

Ein modernes Qualitätskriterium für die Tauglichkeit technischer Systeme der Fabrik mit Zukunft ist ihr "Werkzeug-Charakter". Ein System hat dann einen ausgeprägten Werkzeugcharakter, wenn es das Einbringen menschlicher Qualifikation in den Produktionsprozeß nicht behindert, sondern fordert. Mit anderen Worten: Die Qualität des Produktes bleibt eine Funktion der Qualifikation des Produzenten.