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20.02.1976 - 

Gothaer Allgemeine Versicherungs Göttingen

Die feiner Dige erledigt das MDT-System

20.02.1976

GÖTTINGEN - "Eine praktische Erwägung auf Grund der gegebenen Struktur des Rechnungswesens" führte dazu, daß bei der Gothaer Allgemeinen Versicherungs AG in Göttingen die Hauptbuchhaltung mit einer Kienzle 6000 mit 16 K Bytes Kernspeicher, Magnetkonten und Programmkassetten erledigt wird. Seit August 1974 ist die MDT-Anlage in Betrieb - von Gothäer DV-Leuten schlicht als Buchungsmaschine bezeichnet - während im Rechenzentrum zwei Univac 9400 mit je 92 K ihren Dienst versehen. (Die Umstellung auf zwei Univac 90/70 mit je 384 K steht kurz bevor.)

Schon seit Bestehen der Gesellschaft arbeitet man dort, so der zuständige Abteilungsdirektor, Dipl.-Vw. Ottmar Dietrich, mit "föderalisierten" Buchhaltungssystemen. Für bestimmte Gebiete wie Prämienbuchhaltung (Debitoren) oder Entschädigungszahlungen (Kreditoren) bestanden schon immer separate Nebenbücher, aus denen die monatlichen Schlußsummen in die Hauptbuchhaltung überführt werden. Die Hauptbuchhaltung besteht also nur aus dem Finanz-(Grund-)Journal und dem Hauptbuch, in das nach dem Bilanzkontenrahmen die Monatssummen übertragen werden. Vor Einsatz der MDT-Anlage wurde diese Arbeit noch manuell durchgeführt.

Die Fachabteilungen haben ihre (...)ssenbuchhaltung - jeden, Monat (...)eterstapel Papier" - für Prä(...)enrechnungen und anläßlich von (...)nadenszahlungen. Nur die End(...)men werden in die Hauptbuchhaltung überführt. "Wir wollten zwichen Hauptbuchhaltung und den anderen Abteilungen Knotenpunkte (...)er auch Verschiebebahnhöfe haben, etwa wie Nabelschnüre, damit nur (...)iltertes Material in die Finanzbuchhaltung kommt", erklärt Ottmar (...)trich. "Alles, was schiefläuft, wird außerhalb bereinigt, so daß nur saugte Sachen zu uns kommen. Deswegen haben wir klare Kostenangaben, und jeden Tag akkurat und stimmen es immer."

Eine Buchung über die große Uni(...)-Anlage hätte ebenfalls eine sepa(...)e Hauptbuchhaltung erfordert. Bei der Direktbuchung würden, nach (...)etrichs Ansicht, zu viele Probleme (...) Klarstellens und Sauberhaltens des Hauptbuches erwachsen. Jede Abstimmung und Fehlerbereinigung (...)de ins Hauptbuch durchschlagen.

Bei der Systemauswahl war die Art des Einlesens entscheidend und die Geschwindigkeit zweitrangig, denn, so Dietrich, "die Kontenkarten bestimmen das Tempo". Das Kontenzuführgerät von Kienzle zeigte sich den Anforderungen gewachsen, aber die Bediener, die die vom Rechenzentrum gelieferten und zunächst gecheckten Daten manuell eingeben, beobachten, auf welche Konten die meisten Buchungen entfallen und legen die betroffenen Karten zuerst ein. Dadurch wird eine schnellere Verarbeitung erreicht. "Das haben wir erst Kienzle gezeigt", sagt Ottmar Dietrich. Die Hauptbuchhaltung ließ sich so weit vereinfachen, daß zwei Mitarbeiter eingespart werden konnten.

Entscheidend waren für Ottmar Dietrich die Punkte: Schnelligkeit und das bessere Organisieren im kleinen Kreis. "Kein Kontra zur Groß-EDV, sondern ein wohlüberlegtes Miteinander im Sinne einer dezentralen Arbeitsweise, verbunden mit Vorteilen der schnelleren Information, der besseren Arbeitsorganisation und der besseren Durchsichtigkeit."