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28.11.1980

Die Freud des Leasers bei einer Neuankündigung ist das Leid des Eigentümers: 19,3 Mieten machen 3033S-Kaufpreis aus

MÜNCHEN - Nicht nur Leasingunternehmen, auch die Anwender haben das jüngste Announcement der IBM lange erwartet. Die Kaufpreise für die museumsreif erklärte 3031 (CW-Nr. 41) sanken jedoch überraschend früh. Restwert-Spekulanten bleibt nur die Sonderabschreibung. Die Leasingunternehmen wittern ein gutes Geschäft: Anwender werden über Kaufoption aus ihrem Mietvertrag mit IBM aussteigen.

"Besitzer eines Modells der 303X- Reihe, die ihre Maschine nicht weit genug abgeschrieben haben, sind die Gelackmeierten", spottet Leasing-Geber Horst Müller, Geschäftsführer der Computer Systeme Müller KG, Hemmingen. Doch dieses Schicksal trifft jeden Eigentümer einer Maschine, sei es Auto oder Computer, sobald ein neues Modell - besonders eines mit neuartiger Technologie - auf den Markt kommt und er verkaufen will. Ähnliches gilt für Anwender, die sich langfristig über einen Leasing-Vertrag gebunden haben.

Leasing attraktiver

Horst Gruhlke, der das Direkt-Leasinggeschäft für die Citibank Leasing Deutschland GmbH, Frankfurt, leitet, sieht durch die Neuankündigung der 3081 sogar die wirtschaftliche und technische Lebensdauer der 303X verlängert. Sie habe die 3000er Serie nach oben fortgesetzt. Allerdings würden die 303X-Modelle zwei Jahre nach Ankündigung der H-Serie schnell vom Markt verschwinden. Auch der 3033S gibt er nur eine höchstens dreijährige Lebensdauer.

Für den Verleaser wirkt sich die Preissenkung der 3031,3032 und 3033 nach übereinstimmender Meinung der befragten Unternehmen positiv auf das Geschäft aus. Da der Mietsatz der IBM unverändert bleibt, verschiebe sich die Relation Miete/Kaufpreis zugunsten der Leasing-Alternative.

"Die ganze IBM-Policy belebt unser Geschäft", meint Ekkehard Schulz; verantwortlich für das Computer-Leasing bei der Deutschen Leasing AG, Frankfurt, Tochtergesellschaft mehrerer Banken. "Der Kaufpreis der Anlagen sinkt, die Mietsätze bleiben konstant, folglich verringern sich die monatlichen Belastungen, die dem Anwender durch Leasing entstehen." Die Gesellschaften könnten--also auch Kurzläufer anbieten und trotzdem mit IBM konkurrenzfähig bleiben.

"Die Preissenkungen haben zur Folge", so heißt es in einem Memo der Itel Deutschland GmbH, Frankfurt, "daß sowohl das Full-pay-out-Leasing-Geschäft über 48 Monate oder weniger günstiger im Preis liegt als die jetzige IBM-Miete und somit das Leasing-Geschäft sowohl für Neuanlagen als auch für installierte Maschinen sehr interessant wird." Des weiteren erreiche IBM mit dieser Preisänderung, daß sich der Kunde durch Ausübung der Kaufoption an die Maschine binde. Über eine kurze Nutzungsdauer könne er preiswerter im Leasing-Vertrag liegen als mit IBM-Miete. Der Break-even-Point sei bei manchen Maschinen schon nach 18 Monaten erreicht. Für die 3033S liege das Miet-/Kaufpreisverhältnis unter 20 Monaten. Mit einem Verhältnis von 1 zu 31 werde auch die 3081 eine typische Leasing-Maschine.

Maschinen des Modells 3031 werden in Zukunft vermehrt auf dem Second-hand-Markt verfügbar sein. Der Preis richtet sich - wie immer nach Angebot und Nachfrage, erläutert Dr. Hans Joachim Schulthoff von der ICC, International Computer und Consulting GmbH, Hamburg. Die 3032 werde durch die 3033S abgelöst. Für andere Kunden werde durch das höhere Angebot der 32er-Reihe diese Maschine wieder so günstig, daß die Nachfrage steige. An 33er-Modellen existiere weiter ein großer Bedarf dem ein geringes Angebot gegenüberstehe.

Der letzten Aussage widerspricht Willi Kleff von der Leasco GmbH, Bergisch-Gladbach. "Je eher die 3081 auf dem Markt verfügbar ist, desto eher ist die 3033 veraltet",. orakelt er. Manfred Müller, Vertriebsleiter bei Itel vertritt die These von der Preiskonstanz - unter der Voraussetzung allerdings, daß die Anwender logisch auf Ankündigung der 3081 und der 3033S reagieren, also Preis-/Leistungskriterien über die geplante Nutzungszeit entscheiden lassen den mit starken Kapazitätsengpässen, die kurzfristig ihren Bedarf auf dem Markt verfügbaren Maschinen befriedigen müssen, lassen die 370-Systeme 158 und 168 für diesen Zeitraum ihren jetzigen Marktpreis in etwa halten. Das gleiche gelte für gebrauchte 303X-Anlagen.