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18.05.2009

Die fünf innovativsten Speicherhersteller 2009

Gartner kürt Unternehmen, die mit fortschrittlichen Storage-Techniken in Sachen Leistung, Effizienz und Verwaltbarkeit Maßstäbe setzen.

Gerade in Krisenzeiten sollten sich IT-Manager für Technologien junger Unternehmen interessieren, raten die Analysten von Gartner. Sie könnten helfen, Storage-Infrastrukturen im Rechenzentrum einfacher zu gestalten, Speicherkosten zu reduzieren und die Verfügbarkeit der Daten zu verbessern. Vor diesem Hintergrund kürten die Berater die "Cool Vendors in Storage Technology and Systems" für das Jahr 2009.

1. Axxana: Disaster Recovery

Der israelische Hersteller Axxana hat sich auf das Thema Disaster Recovery spezialisiert und eine Replication Appliance entwickelt. Die Idee für das Produkt "Axxana Phoenix" stammt aus typischen Katastrophenschutzmaßnahmen im Rechenzentrum. Um Daten im Notfall nicht zu verlieren, sichern Unternehmen die Informationen laufend auf Storage-Medien in einem entfernten Rechenzentrum (Remote Data Center). Vor allem bei der asynchronen Replizierung der Daten entsteht dabei eine Lücke, wenn eine Störung eintritt, bevor die letzten Informationen an das Backup-RZ übermittelt wurden. Hier kommt die Replication Appliance ins Spiel. Ähnlich einer Blackbox in Flugzeugen zeichnet sie sämtliche angestoßenen Schreibvorgänge auf und sendet die Daten nach einem Notfall an das entfernte RZ.

Axxana spricht deshalb gerne von einem "Enterprise Data Recorder". Auch äußerlich soll das Produkt den Black-Boxen ähneln, wie sie Airlines einsetzen. Ein feuerfestes und robustes kleines Gehäuse enthält alle nötigen Komponenten zum Speichern und Versenden von Daten über eine Breitbandverbindung. Statt empfindlicher und stromfressender Festplatten nutzt Axxana SSD-Komponenten (Solid State Disk). Gartner lobt das System unter anderem deshalb, weil Unternehmen damit im Vergleich zu anderen Disaster-Recovery-Lösungen mit teuren Speichern Kosten sparen könnten.

2. Fusion-io: SSD-Power im SAN

In Sachen I/O-Performance mit so genannten Enterprise SSDs setzt die Technikschmiede Fusion-io Maßstäbe. Mit einer Latenzzeit von weniger als 50 Mikrosekunden beim Datenzugriff über ein PCI-Express-Interface erreichen die SSD-Systeme des Unternehmens aus dem amerikanischen Salt Lake City Rekordwerte. Weil der PCI-Bus weit verbreitet ist, hat Fusion-io seine SSDs mit SAN-Funktionen in einem PCI-E-Design verbunden. Die Systeme eignen sich laut Gartner vor allem für professionelle IT-Nutzer, die sehr hohe Ansprüche an die Performance ihrer Speichernetze stellen. Zugleich könnten sie mit den Fusion-io-Produkten Platz und Energie sparen. Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen mit Festplatten ergebe sich eine I/O-Leistungssteigerung um mehr als den Faktor 100.

Mit der Auslieferung erster Produkte hat der Hersteller im April 2008 begonnen. Dem Management gelang es, Deals mit den großen Storage-Playern IBM und Hewlett-Packard abzuschließen. Direktanbieter Dell hat sich bereits an Fusion-io beteiligt.

3. LogLogic: Log-Management

IT-Verantwortliche, die ihre Datenverwaltung und das Records-Management verbessern wollen, sollten einen Blick auf das Angebot von LogLogic werfen. Der Hersteller aus dem kalifornischen San Jose geht das Thema Log Management über eine Software-Appliance an. Diese Aufgabe wurde bisher meist auf dem Hardware-Level und im Kernel erledigt. Die Lösung von LogLogic benötigt weniger Bandbreite im Netz, da lediglich komprimierte und verschlüsselte Log-Files übertragen werden. Die Technik erleichtert es zudem, Compliance- und Sicherheitsanforderungen umzusetzen. Im Februar 2009 präsentierte der Anbieter drei neue "Log-powered Applications". Die Programme sind jeweils auf bestimmte Business-Anforderungen zugeschnitten, beispielsweise Database-Activity-Monitoring, Compliance-Management oder Security-Event-Management.

Neben geringeren Bandbreitenanforderungen biete die Technik Unternehmen noch weitere Vorteile, erläutert Gartner. Unternehmen könnten sich mit Hilfe von Log-Management-Mechanismen besser vor internen und externen Bedrohungen schützen. Das spare unterm Strich Kosten und Zeit.

4. Omneon: Grid Storage

Die 1998 gegründete Firma Omneon machte sich im Markt für Video-Server und in der TV-Branche einen Namen. Im Juni 2006 brachte der kalifornische Hersteller sein "MediaGrid Active Storage System" auf den Markt. Das System besteht aus so genannten Content Directors (Server-Cluster für Metadaten) und den eigentlichen Content-Servern (sechs oder mehr Rechnerknoten mit Sata-Festplatten). Ein Cluster-File-System unter Linux verwaltet die Storage-Volumina im Grid. Benutzer greifen auf die Inhalte entweder über einen Agenten zu (Windows, Linux oder Apple), oder sie verwenden ein NAS-Gateway. Letzteres unterstützt das Network File System, das Common Internet File System, das Apple Filing Protocol sowie File-Transfer-Protokolle (FTP).

Das Omneon MediaGrid könne besonders effizient mit rechenintensiven Applikationen umgehen, loben die Gartner-Experten. Zudem bringe es eine eigene Transcoding-Anwendung mit, die digitale Inhalte automatisch in unterschiedliche Videoformate konvertiert. Das vereinfache die IT-Infrastruktur und die Workflows in Medienhäusern. IT-Spezialisten in der Rundfunk- und Fernsehbranche sollten Omneon auf die Shortlist ihrer Storage-Lieferanten nehmen.

5. Virtual Instruments: SAN-Optimierung

Virtual Instruments mit Sitz im kalifornischen Scotts Valley hat sich auf Performance Optimization in Fibre-Channel-basierenden Speichernetzten (SAN = Storage Area Network) spezialisiert. Mit "Virtual Wisdom" offeriert die Softwareschmiede eine Familie an Monitoring- und Analyse-Tools, die es erlauben, den Datenverkehr, die Leistung und die Auslastung im SAN in Echtzeit zu verfolgen. So sind beispielsweise detaillierte Angaben zum Antwortverhalten einzelner Anwendungen im Speichernetz abrufbar. Unternehmen könnten damit das Potenzial virtualisierter Speicher und Server besser ausschöpfen, lautet das zentrale Argument. Die kombinierten Hard- und Softwaresysteme ließen sich mit Produkten sämtlicher Storage-Anbieter einsetzen. Um die nötigen Daten zu gewinnen, klinkt Virtual Instruments kleine Messgeräte, so genannte Traffic Analysis Points (TAPs), über Fibre-Channel-Verbindungen in das Speichernetz ein. Die Informationen legt das System in einer MySQL-Datenbank ab, wo sie IT-Verantwortliche beispielsweise über das Tool Virtual Wisdom Views in Form von Tabellen oder Grafiken auswerten können.

IT-Abteilungen sind gezwungen, immer anspruchsvollere Service-Level-Agreements (SLAs) bei gleichzeitig sinkenden Budgets zu erfüllen, erläutert Gartner. Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen die Produkte von Virtual Instruments als Bestandteil ihrer Kostenoptimierungs- und IT-Modernisierungsmaßnahmen in Betracht ziehen.

(wh)