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28.08.1998 - 

Hersteller bestreitet Temperaturprobleme

Die Gerüchteküche brodelt um Intels Xeon-Chips

"Irgend jemand scheint uns den Erfolg nicht zu gönnen", kommentierte Intel-Sprecher Heiner Genzken die jüngsten Meldungen von US-Online-Medien. Es gebe definitiv keine Temperaturprobleme mit den 450-Megahertz-Versionen der Xeon-Prozessoren. US-Journalisten hatten unter Berufung auf dem Hersteller nahestehende Quellen berichtet, daß Intel dabei sei, zusätzliche Testläufe mit den Prozessoren zu fahren, um mögliche Fehlfunktionen infolge einer Überhitzung in den Griff zu bekommen.

Den Angaben zufolge sind die Xeon-Chips ursprünglich für eine Betriebstemperatur von 75 Grad Celsius ausgelegt worden. In Rechnerkonfigurationen mit einer oder zwei CPUs entstünden dabei keine Probleme. Verschiedene Tests hätten jedoch ergeben, daß in Vier-Prozessor-Systemen bei dieser Temperatur die Funktionsfähigkeit des Error-Correcting-Codes (ECC) beeinträchtigt werden könne. Je höher die Taktrate der CPUs, desto wahrscheinlicher würden die Fehler. Intel habe aus diesem Grund die Marktfreigabe der 450-Megahertz-Xeon-Chips verlegt.

Xeon-Prozessoren erneut verschoben

Intel-Sprecher Genzken bestätigte gegenüber der CW zwar die Verschiebung dieser Xeon-Version vom vierten Quartal 1998 auf das erste Quartal 1999. Dieser Schritt sei jedoch keineswegs auf wie auch immer geartete Überhitzungsprobleme zurückzuführen. Vielmehr wolle man die Qualität der Prozessoren auf den unterschiedlichen Rechnerplattformen der Hersteller durch zusätzliche Testläufe sicherstellen. Von der Verschiebung betroffen seien ausschließlich 450-Megahertz-Xeon-Chips in Verbindung mit dem Chipsatz "450NX", der in Vier-Wege-Servern eingesetzt wird. Xeon-Chips mit dieser Taktrate, die in Ein- oder Zwei-Prozessor-Rechnern in Verbindung mit dem Chipsatz "450GX" rechnen sollen, würden wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 1998 auf den Markt kommen. Intel hatte bereits im Juli 1998 Fehler in den 400-Megahertz-Varianten der Xeon-Chips einräumen müssen. Diese seien zwischenzeitlich durch Software-Patches behoben worden.