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31.07.1998 - 

First Consulting Group deckt Schwachstellen auf

Die Gesundheitsbranche leidet an vielen kranken Projekten

Daß mehr als die Hälfte aller IT-Vorhaben quasi erfolglos enden, ist fast schon eine Binsenweisheit; und Analysten wie David Gilmour von der Giga Information Group plädieren ohnehin für mehr Mut zum Risiko. Doch im Gesundheitswesen liegt die Zahl der abgebrochenen oder fehlgeschlagenen Projekte - zumindest nach den Ermittlungen der First Consulting Group - höher als tolerierbar.

Wie Frank Mueller, Geschäftsführer des auf das Gesundheitswesen spezialisierten Marktforschungs-Unternehmens, anläßlich einer Microsoft-Tagung berichtete, wandten die in dieser Branche tätigen Betriebe 1997 für rund 175000 IT-Projekte über 250 Milliarden Dollar auf. Mehr als 54000 der Vorhaben seien in den Sand gesetzt worden, was Fehlinvestitionen in Höhe von 81 Milliarden Dollar bedeute.

Aber auch die abgeschlossenen Vorhaben dürfen nur bedingt als Erfolg gewertet werden. Jedes zweite hat nach den Ergebnissen der FCG-Untersuchung doppelt soviel Zeit und Geld verschlungen wie vorgesehen- und das, ohne alle geplanten Funktionen zu implementieren. Schlimmer noch: Nach Muellers Beurteilung werden sieben von zehn IT-Projekten die an sie gestellten Anforderungen mangels Flexibilität schon zu Beginn des kommenden Jahrtausends nicht mehr erfüllen können.

Als Ursache für die hohe Anzahl von Fehlschlägen hat der FCG-Geschäftsführer unter anderem die unpräzise oder lückenhafte Formulierung der Anforderungen ausgemacht. Außerdem warnt er davor, veraltete Geschäftsprozesse mit Hilfe modernster Technik umsetzen zu wollen.