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19.09.2006

Die Gesundheitskarte wird wohl teurer

Bis sich die elektronische Karte rechnet, vergehen einer Studie zufolge rund zehn Jahre.

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wird vermutlich wesentlich teurer als geplant. Statt der rund 1,4 Milliarden Euro, von denen das Gesundheitsministerium bislang ausging, werden es 3,9 Milliarden Euro sein, im ungünstigsten Fall sogar sieben Milliarden Euro, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Sie berief sich dabei auf eine Kosten-Nutzen-Analyse der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton für die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik).

Die rund 585 Millionen Euro Anschaffungskosten für die Karten seien in diesen Beträgen noch nicht enthalten. Gesellschafter der Gematik, die die elektronische Gesundheitskarte einführen soll, sind die Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens.

Der Studie zufolge liegen die Kosten auch nach einer auf fünf Jahre gestreckten Einführungsphase mit 5,2 Milliarden Euro noch um 800 Millionen Euro über den erhofften Einsparungen. Entlastet werden allerdings die Kassen, netto um 2,2 Milliarden Euro. Für die Ärzte gehen die Verfasser der Kosten-Nutzen-Analyse dagegen von Gesamtbelastungen von 1,933 Milliarden Euro aus. Dem würden Entlastungen in einem Umfang von 553 Millionen Euro gegenüberstehen. Nach zehn Jahren hal- ten sich Kosten und Nutzen mit insgesamt gut 14 Milliarden Euro der Studie zufolge die Waage. Ein Sprecher von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt bezeichnete den Bericht als "Schauermärchen". Die Analyse soll nun überarbeitet werden. (ajf)