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28.11.1980

Die Gewerkschaften fordern: Einstellungsstopp für Kollege Computer

Stärkere Kontrolle der Investitionstätigkeit fordern die österreichischen Gewerkschaften. Sie wenden sich nicht prinzipiell gegen neue Technologien, insbesondere in der Elektronik, möchten jedoch bei ihrer Einführung mitbestimmen. Darüber hinaus sollen die Mikroprozessoren auch Urlaubsverlängerung und Arbeitszeitverkürzung ermöglichen.

Wie der leitende Sekretär des Österreichischen Gewerkschaftsbundes Hofstetter feststellte, sehen die Gewerkschaften die Hauptgefahr der neuen Mikroelektronik in einer Polarisierung zwischen hochqualifizierten Computerspezialisten einerseits und zu Hilfsarbeitern degradierten ehemaligen Facharbeitern andererseits. Zur Vermeidung von "technologischer Arbeitslosigkeit" dürfe die neue Technik nicht abrupt eingeführt werden. In einem Phasenplan müssen eine Zeit der Arbeitsplatzgarantie der Facharbeiter und entsprechende Umschulungsmaßnahmen vorgesehen sein. Mit gutem Beispiel geht das grafische Gewerbe voran, indem die Einführung des Computersatzes im wesentlichen reibungslos verläuft.

Steuerliche Förderung für Investitionen in die neuen Technologien sollen nur dort gegeben werden, wo auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Nach Meinung der Bundeskammer der Gewerblichen Wirtschaft, hauptsächlicher Gesprächspartner der Gewerkschaften, habe die Mikroelektronik keinesfalls zur "Entvölkerung" der Fabrikhallen geführt, sondern ganz im Gegenteil seien zahlreiche neue Arbeitsplätze in Forschung, Entwicklung und Wartung geschaffen worden.

Arbeitsmarktprobleme seien daher vor allem qualitativ und regional, keinesfalls quantitativ. Der Sozialminister müsse die nötige Umschichtung des Arbeitsmarktes vorantreiben und für höhere Mobilität der Arbeitskräfte sorgen.