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20.09.1991 - 

Neuer Vorstandsvorsitzender gewählt

Die GMD soll sich zu einem IT-Zentrum Europas mausern

SANKT AUGUSTIN (CW) - Große Pläne hat die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH (GMD) in Sankt Augustin: Unter der Leitung des neu gewählten Vorstandsvorsitzenden Dionysios Tsichritzis, der sein Amt zum 1. Oktober 1991 antreten wird, soll die GMD zunächst zu einem nationalen, später auch zu einem europaweiten Zentrum der Informationstechnik ausgebaut werden.

"Deutschland benötigt nach dem Beispiel der USA oder Japans - ein nationales Zentrum auf dem Gebiet der Informationstechnik", heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Diese Rolle, vergleichbar mit der des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA, will das Unternehmen künftig übernehmen. Deshalb wird die Institution ihre wissenschaftlichen Kräfte auf einige erfolgversprechende Informatikfelder konzentrieren, wo an bestimmten Schlüsselprojekten gearbeitet werden soll.

Das IT-Konzept von Tsichritzis basiert auf folgenden inhaltlichen Schwerpunkten: paralleles Hochleistungsrechnen, wissensbasierte Systeme, Kommunikation und Kooperation in verteilten Informationssystemen und Entwurfsverfahren für innovative Systeme. Eine Neuorientierung der GMD war nötig geworden, nachdem die Großforschungseinrichtungen des Bundes und der Bundesländer nach der Wiedervereinigung neu strukturiert wurden. Die in Westdeutschland angesiedelten Einrichtungen sollen gestrafft und inhaltlich auf "wesentliche Zukunftsaufgaben" konzentriert werden.