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19.03.1999 - 

Die goldenen Zeiten im ERP-Markt sind vorbei

Die goldenen Zeiten im ERP-Markt sind vorbei Peoplesoft setzt Hoffnungen auf Analyse-Werkzeuge

MÜNCHEN (CW) - Mit Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)Systemen läßt sich immer weniger Geld verdienen, so die einhellige Meinung der Analysten. Das hat neben dem Branchenriesen SAP auch der Software-Anbieter Peoplesoft zu spüren bekommen. Um andere Einnahmequellen zu erschließen, setzt das Unternehmen auf Analyse- Anwendungen.

Peoplesoft hat Anfang März seine neue Produktreihe "Enterprise Performance Management" (EPM) auf dem europäischen Markt präsentiert. Die Analyse-Applikationen richten sich laut Hersteller an Führungskräfte und sollen den Unternehmen dabei helfen, strategisch richtige Entscheidungen zu treffen.

Unter EPM faßt der Software-Anbieter aus Pleasanton zwei Hauptanwendungen zusammen: das "Performance Measurement" sowie das "Profitability Management" für Finanzdienstleistungen. Die Basis, auf der beide Anwendungen beruhen, ist das "Enterprise Warehouse" von Peoplesoft. Dieser zentrale Datenspeicher für alle unternehmensrelevanten Informationen holt sich die zur Analyse notwendigen Daten nicht nur aus Peoplesofts ERP-System, sondern auch aus anderen Anwendungen.

Peoplesofts EPM-Paket bietet Anwendern folgende Analyse- Applikationen:

- "Activity Based Management" (ABM): Damit können die Verantwortlichen in den Unternehmen eine strategische Kostenverwaltung sowie eine mehrdimensionale Profitabilitätsrechnung aufbauen.

- "Funds Transfer Pricing" (FTP) dient dazu, die Rentabilität von Finanzdienstleistungen zu kalkulieren. Außerdem lassen sich Kosten und Erträge des Kapitals jedem Einzelposten der Gesamtbilanz zuweisen.

- "Risk Weighted Capital" (RWC) ermöglicht, Kapitalzuteilungen zu analysieren und damit den korrekten Zeitpunkt des Return of Investment zu erkennen.

- "Total Compensation Management" (TCM) ist ein Werkzeug, um die Folgen von Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur richtig einzuschätzen. Außerdem hilft TCM dabei, ein einheitliches Vergütungsmodell im Unternehmen zu entwickeln und neue Mitarbeiter zu rekrutieren.

- "Asset Liability Management" (ALM) schließlich erlaubt, Aktiv- und Passivpositionen in der Bilanz zu verwalten.

Ende 1999 sollen weitere Applikationen in die EPM-Sammlung integriert werden. Mit "Balanced Scorecard" bekommt die Unternehmensführung zum Beispiel die Möglichkeit, den Beschäftigten Strategien mit Hilfe von Schlüsselzahlen nahezubringen. Damit ist für jeden Mitarbeiter erkennbar, wie er zum Erfolg beiträgt.

Das 1987 gegründete Unternehmen Peoplesoft faßte vor wenigen Jahren mit seiner Personalplanungssoftware auf dem deutschen Markt Fuß. Weitere Märkte erschloß sich das Unternehmen im ERP-Bereich, wobei der Fokus auf Großinstallationen lag. Angesichts der übermächtigen Konkurrenz von SAP spielt der Software-Anbieter in Deutschland jedoch bislang nur eine untergeordnete Rolle. Auch wenn das Unternehmen europäische Zuwachsraten im dreistelligen Prozentbereich präsentieren kann, bleibt die Übermacht von SAP ungebrochen. Auch die Walldorfer haben mit "Strategic Enterprise Management" (SEM) ein Analysepaket auf dem Markt.

EPM-Struktur

Die EPM-Analyse-Applikationen durchleuchten die Unternehmensdaten im Enterprise Warehouse und sollen den Verantwortlichen die notwendigen Informationen liefern.Quelle: Peoplesoft