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10.09.1993 - 

Kommentar

Die Grenzen der Freiheit

Voellige Freiheit - auch im Fahrstuhlschacht beziehungsweise hinter der Dose - jubeln die Downsizing-Propheten und meinen damit das in der Tat eingetroffene Ende proprietaerer Netze, wo mit der Kaufentscheidung in puncto Hardware gleichzeitig auch die Festlegung auf Netztopologie und Kabeltyp erfolgte. Aus dieser neu gewonnenen Freiheit leiten sich denn auch ganz spezifische (in Expertenkreisen unumstrittene) Forderungen an eine zeitgemaesse Verkabelung ab. Diese muss sowohl fuer Client-Server-Strukturen als auch fuer zusammengefasste LAN-, WAN- und MAN-Verbindungen und die Integration analoger und digitaler Telefonanlagen ausgelegt sein - von der Beruecksichtigung zukuenftiger Standards fuer Hochgeschwindigkeitsnetze ganz zu schweigen. Anders formuliert: Verkabelungssysteme, die heute installiert werden, sollten die Integrations- und Migrationsfaehigkeit der gesamten Systemarchitektur unterstuetzen.

So weit, so schlecht - denn bei der Frage "Welches Kabel?" hilft dies dem Anwender zunaechst nicht viel weiter im Dschungel der Typen- und Produktvielfalt. Orientierungspunkte indes gibt es nur wenige, und die wiederum sind meist abhaengig von dem, was an Applikationen laeuft oder geplant ist. Das paarig verdrillte UTP- Kabel hat aus bekannten Gruenden keine Chance im deutschen Markt; seine beste Zeit wohl hinter sich hat aber auch das "altehrwuerdige" Twinaxkabel. Als heute gaengige Loesungen gelten allgemein das 50-Ohm-Cheapernet (bei einfachen Ethernet- Installationen) und vor allem das IEEE-standardisierte Tisted- Pair-Level-5. Geht es aber in Richtung zukunftsweisender Techniken wie ATM, kommt man (Fast Ethernet hin, CDDI her) an Glasfaser nicht vorbei - zumindest in der vertikalen und gebaeudeuebergreifenden Verkabelung.

Dies sind, wie gesagt, einige wenige Entscheidungsparameter, bei denen es - jenseits aller unnoetigen "politischen" Diskussionen - im konkreten Einzelfall abzuwaegen gilt. Vielerorts sollte man daher zuerst die eigenen und eigentlich notwendigen Anforderungen ueberpruefen und definieren. Denn immer noch gilt: Der Aufbau einer geeigneten physikalischen Infrastruktur ist die Voraussetzung fuer die Einfuehrung leistungsfaehiger DV- und Kommunikationssysteme, und nicht umgekehrt.gh