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22.03.2002

"Die großen US-amerikanischen IT-Unternehmen unterstützen die CeBIT in New York"

HANNOVER (mo) - Ernst Raue, Mitglied im Vorstand der Deutschen Messe AG und verantwortlich für die CeBIT, kann sich entspannen. Aussteller- und Besucherrückgang waren nicht so extrem wie bei anderen Messen des vergangenen Jahres. Der Erfolg soll nun in die USA übertragen werden. Dort hat die CeBIT der etablierten PC Expo den Messeplatz weggenommen.

CW: Im kommenden Jahr wollen Sie auch in New York eine CeBIT stattfinden lassen. Was ist der Grund?

RAUE: Wir wollen auf jedem Kontinent eine CeBIT etablieren. Diese Veranstaltungen haben auch eine sehr gute Rückwirkung auf Hannover. Zum Beispiel sind wir seit der CeBIT in China dort noch bekannter im Markt. Daher hat sich die Zahl der Aussteller aus dieser Region in Hannover vervierfacht. Auch die Zahl der Besucher aus China hat sich hier vervielfacht.

CW: Aber in den USA gibt es schon eine Reihe von IT-Fachmessen.

RAUE: Die aber im vergangenen Jahr alle schlecht gelaufen sind. In den USA werden die Messen meist von den großen Verlagshäusern veranstaltet, die einen schnellen finanziellen Erfolg erwarten. Wir gehen da mit einer längerfristigen Perspektive heran. Außerdem werden wir ein Branchentreffen nach dem hiesigen Muster veranstalten und Informationstechnik, Software sowie Kommunikationstechnik abbilden. Das gibt es in den USA noch nicht. Wir haben bereits die großen IT-Unternehmen für diese Veranstaltung gewinnen können wie IBM, Hewlett-Packard, Microsoft, Sun und Intel. Außerdem ist der deutsche Mittelstand sehr daran interessiert, sich mit uns in Amerika zu präsentieren. Der Bitkom wird einen Gemeinschaftsstand organisieren.

CW: Zumindest in Hannover fehlen große US-amerikanische Softwarehäuser wie Oracle, Computer Associates, J. D. Edwards und Siebel.

RAUE: Die Gründe für deren Fernbleiben sind vielfältiger Natur. Zumeist verfolgen sie andere Marketing-Konzepte. Dass diese einzelnen Firmen fehlen, wird nichts am weiteren Erfolg der CeBIT ändern.

CW: Aber auch andere Firmen, die auf den Business-Bereich ausgerichtet sind, haben auf der Massenveranstaltung CeBIT das Problem, dass sie ihre potenziellen Kunden nur schwer erreichen.

RAUE: Mit der CeBIT Home wollten wir die Besucherströme ja trennen. Aber für Aussteller sind nicht die Endbenutzer interessant, sondern die Händler und die professionellen Anwender. Die kommen jedoch weiterhin zur CeBIT.

CW: Wenn Händler eine so große Rolle spielen, müsste man dann nicht doch wieder etwas für den Channel machen?

RAUE: Wir werden im kommenden Jahr wieder ein Reseller Center anbieten, auf das wir in diesem Jahr verzichtet haben. Es wird vermutlich in Halle 25 angesiedelt werden. Die Konzepte dafür stehen.

CW: Zu den Besucherzahlen: Der erste Messetag war eine Katastrophe.

RAUE: Auch ich war nicht zufrieden. Aber ich glaube, dass die Besucher einfach noch nicht wieder an diesen zusätzlichen Messetag zu Veranstaltungsbeginn gewöhnt waren. Daher werden wir in Absprache mit der Industrie an den acht Tagen festhalten.

CW: Es war von 40000 Besuchern am Mittwoch die Rede.

RAUE: Diese Zahl ist zu niedrig. Es waren deutlich mehr Besucher da. Aber abgerechnet wird am Ende. Wichtig ist nicht die Gesamtzahl, sondern ob das Fachpublikum kommt und die internationalen Besucher. Und da sieht es gut aus. Wir liegen mit den Strukturdaten haargenau im Bereich des Vorjahres.

CW: Mit den Besucherzahlen können die Aussteller also zufrieden sein. Wie ist es mit dem Interesse der Besucher?

RAUE: Das Feedback ist sehr positiv. Die Besucher haben zum Beispiel ein starkes Interesse, in Netzinfrastruktur, Sicherheitstechnik sowie Software und Dienstleistungen zu investieren. Hier scheint es einen regelrechten Investitionsstau zu geben.