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25.01.1980 - 

DV-Förderung in Frankreich:

Die Hälfte aus eigener Tasche

PARIS (CW) - Die französische Computerindustrie möchte der ausländischen Konkurrenz auf dem eigenen Markt besser begegnen können. Bei der Regierung suchte sie einem Bericht der Bundesstelle für Außenhandelsinformation (BfA), Köln, zufolge bis 1985 um Subventionen in Höhe von 1,2 Milliarden Französischer Francs nach. Den Investitionsbedarf insgesamt schätzt die Branche auf 2,4 Milliarden Francs.

1978 deckte die Einfuhr 85 Prozent des französischen Bedarfs an Computern bei einem Fehlbetrag der entsprechenden Handelsbilanzposition von 1,39 Milliarden Francs. Durch die geplante Kapazitätssteigerung hofft die Branche, den Marktanteil der Importe bis 1986 auf 60 Prozent zu reduzieren und gleichzeitig die französische Ausfuhr von 100 Millionen auf 1,5 Milliarden Francs zu steigern. Aber auch dann verbliebe noch ein erheblicher Außenhandelsfehlbetrag, denn die Einfuhr dürfte 1986 schätzungsweise zwischen 4,5 Milliarden und 6 Milliarden Francs schwanken.

Während der Laufzeit des vierten Plan Calcul, der am 1. 1. 1979 in Kraft trat und eine Laufzeit von fünf Jahren hat, stellt die französische Regierung der Computerbranche 2,25 Milliarden Francs zur Verfügung. Seit Anfang 1967, als der erste Plan Calcul anlief, gab die Regierung bis zum Ende des dritten Planes rund sechs Milliarden Francs für die Förderung der französischen Rechnerindustrie aus, erklärte Claude Chappey, Pressesprecher der Cicob und Delegierter des Dachverbandes der französischen Büromaschinenindustrie. Die Schwerpunkte der öffentlichen Forschungsförderung liegen im Bereich der Software. und der integrierten Schaltungen.

Im Vergleich dazu gab die Bundesrepublik Deutschland an Bundesmitteln zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Entwicklung bei Geräten und Einrichtungen für Datenverarbeitung zwischen 1974 und 1977 rund 643,1 Millionen Mark aus.

Im Rahmen sogenannter Wachstumsverträge unterstützt die Regierung direkt einzelne Unternehmen in Form von Subventionen und zinsgünstigen Krediten. Solche Verträge abgeschlossen haben der Minicomputer-Hersteller LogAbax 1, Eyral, eine Tochtergesellschaft des Chemiekonzerns Rhone-Poulenc, die Magnetbänder herstellt, die Sintra Transpac, Tochtergesellschaft der Compagnie Générale d'Electricité, das Softwarehaus GSII Intertechnique-IER als Hersteller von Minicomputern sowie die auf Infographie spezialisierte Benson. Zusätzliche Forschungen sind auf dem Gebiet der Kleincomputer für den Bürobetrieb konzentriert.

Das Förderprogramm besteht zum einen aus direkten Subventionen, zum anderen spricht das Industrieministerium für Elektronik und Informatik gegenüber anderen Behörden die Empfehlung aus, ihren Geräte- und Softwarebedarf bei den geförderten Unternehmen zu decken.

CISI an Framlab beteiligt

Die Compagnie Industrielle de Systèmes Informatiques (CISI) übernimmt 65 Prozent des Kapitals von Framlab, einem technisch-wissenschaftlichen Institut, das sich auf Dienstleistungen im Hard- und Software-Bereich von Erdölproblemen spezialisiert hat. Das französische Erdölinstitut (Société Elf Aquitaine) gab seine Beteiligung an die CISI ab, behielt sich jedoch 15 Prozent vor, die in einer zweiten Phase von CISI übernommen werden sollen. Die restlichen 20 Prozent befinden sich im Besitz der SG Ü, einem Service-Unternehmen der Bank Société Générale. Die neue Gruppe erzielt einen Jahresumsatz von 500 Millionen Francs und beschäftigt nach Angaben der BfA 1740 Mitarbeiter.