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11.11.1994

"Die Hard 2" treibt seit Juli sein Unwesen Ein Virus setzt die Verwaltung von San Diego schachmatt

FRAMINGHAM (IDG) - Ein Computervirus hat mehr als 100 vernetzte PCs der Verwaltung von San Diego County, Kalifornien, lahmgelegt. Auf Virenscanner hatte die Stadtregierung aus finanziellen Gruenden verzichtet.

"Wir haben keine Idee, wie der Virus in das Netz gelangt ist", wundert sich John Devore, Manager of Quality Assurance bei der Stadtregierung von San Diego. "Die Hard 2", so die Bezeichnung des im Juli in Suedafrika generierten Virus, sei ueber das Netz in jeden Server des Administrations-Centers eingedrungen, erlaeutert der Qualitaets-Manager.

Das lokale Netz der Verwaltung enthalte rund 500 PCs und zahlreiche Server mit vielen Modemverbindungen zu dezentralen Niederlassungen. Eine dieser Aussenstellen habe unterdessen ebenfalls Bekanntschaft mit dem Virus gemacht.

Larry Salus, Verantwortlicher bei der Netzwerk-Management-Division der Stadtregierung, zieht Bilanz: Etwa 600 Anwender konnten tagelang keinen Zugriff auf LAN-basierte Bueroapplikationen sowie auf Informationen von Mainframes erhalten. Die Produktivitaet dieser Benutzer sank Salus zufolge um etwa 50 Prozent. Um so groesser war der Arbeitseinsatz des Benutzerservice. "20 von uns mussten mehrere Tage lang Doppelschichten einlegen", so Devore.

Virenscanner waren bei der Stadtregierung von San Diego nicht im Einsatz. Zwar habe die Verwaltung im Maerz 1992 waehrend der weltweiten Aufregung ueber den Michelangelo-Virus ein Ueberpruefungs- Tool eingesetzt, aus finanziellen Gruenden aber kurze Zeit spaeter wieder darauf verzichtet.