Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

11.01.1985 - 

Drastischer Preisverfall macht sich bemerkbar:

Die Heimcomputerwelle schwappt über

WIEN (apa) - Das derzeitige Überangebot an Heimcomputern hat in Österreich trotz einer spürbar gestiegenen Nachfrage in den letzten Wochen die Preise um bis zu 50 Prozent fallen lassen.

Im Zuge einer Gründungswelle von Computershops wuchsen die Kapazitäten noch rascher als die Nachfrage. Auch der Versandhandel ist inzwischen zum Großanbieter von Computern geworden, berichtet die Bundesstelle für Außenhandelsinformation.

In Österreichs Haushalten gibt es derzeit rund 50000 Heimcomputer. Für 1984 rechnet die Branche damit, daß fast ebenso viele Geräte neu verkauft werden können (Durchschnittspreis: 4000 Schilling). Ihren Siegeszug haben diese Computer der unteren Preisklassen erst 1982 angetreten, als in Österreich 8500 Geräte verkauft wurden. Eine Prognose für 1988 kommt zu dem Ergebnis, daß in den nächsten vier Jahren in Österreich nochmals zwischen 350000 und 400000 Stück ihre Abnehmer finden werden. Auch über das angelaufene Weihnachtsgeschäft zeigen sich die Branchenführer (Commodore und Atari) außerordentlich zufrieden.

Ausgelöst hat den derzeiten Preiskampf im Handel der österreichische Atari-Importeur. Schon vor einigen Monaten erfolgte eine drastische Preisreduktion des Spitzenmodells von 8990 auf 4990 Schilling. Nach Informationen der österreichischen Wirtschaftspresse sind von den Schleuderaktionen der Händler praktisch nur Geräte der Branchenführer Commodore und Atari betroffen. Dagegen würden die Heimcomputer der übrigen Anbieter (Philips, Schneider), überwiegend noch zum Listenpreis verkauft.

Versandhandel verschärfte den Preiswettbewerb

Verschärft wird der Preiswettbewerb durch die Gründung von neuen Computershops der Fotoketten Quelle und Herlango sowie des Handelsriesen Konsum. Weitere Anbieter sind Fotohandelsketten wie die Firma Niedermeyer und Hartlauter, das Warenhaus Gerngross und der Hardwarespezialist Kaindl (Generalvertreter der britischen Marke Acorn). Zugleich versuchen alle großen Anbieter, ihre Produkte über den Versandhandel zu vertreiben. Dem Vernehmen nach spielen sich die Preisschlachten nur in der Preisklasse von Grundgeräten zwischen 5000 und 7000 Schilling ab, wohingegen für Peripheriegeräte wie Monitore, Diskettenstationen und Drucker nach wie vor Listenpreise gefordert werden. Heimcomputersysteme mit vollständiger Peripherie werden im Preis immer noch zwischen 25000 und 30000 Schilling angesetzt.