Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.06.1986 - 

US-Computerflaute beutelt jetzt auch den Marktriesen:

Die IBM Corp. meldet Umsatzeinbußen

MÜNCHEN/SAN JOSE (bk) - Die IBM Corp. muß Federn lassen: Nach einem für Big-Blue-Verhältnisse schlappen ersten Quartal ist jetzt gar erstmals der US-Umsatz zurückgegangen. Damit scheint das 100-Milliarden-Dollar-Umsatzziel des Computergiganten für l990 in weite Ferne gerückt (siehe auch Kolumne, Seite 9).

Schon die Bilanz 1985, aber erst recht das erste Quartal dieses Jahres, brachten es an den Tag: Selbst ein Unternehmen mit der Größe der IBM ist nicht gefeit gegen Marktflauten. Zwar konnte Mother Blue im April noch Umsatz- wie Gewinnanstiege melden, doch gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal nahmen sich die Steigerungsraten bescheiden aus.

Für das zweite Quartal schlug IBM-Boß John F. Akers vor Finanzanalysten in San Jose, Kalifornien, jetzt noch pessimistischere Töne an: Der US-Umsatz liege derzeit unterhalb den vergleichbaren Vorjahreserlösen. Deshalb, so Akers sinngemäß, sei ein Ende der Talfahrt noch nicht in Sicht. Akers nimmt erst für 1987 wieder Resultatsverbesserungen ins Visier.

Mother Blue hat inzwischen erste Maßnahmen ergriffen, damit nicht allzuviel vom Glanz des Marktführers verlorengeht. Schon im vergangenen Jahr, teilte Akers mit, seien die Ausgaben für Konferenzen, Reisen und Beraterverträge um rund 700 Millionen Dollar zusammengestrichen worden.

IBM geht jedoch noch weiter. So will das Unternehmen das "Spesenbudget" im laufenden Jahr weiter reduzieren. Auch als "Jobkiller" wird das Unternehmen erstmals seit 1975 wieder Schlagzeilen machen: Akers gab zu, daß der US-Konzern am Jahresende weniger Mitarbeiter beschäftigen werde als zu Jahresbeginn. Genaue Zahlen nannte er jedoch noch nicht.