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30.04.1999 - 

Weitere große Aufträge unter Dach und Fach

Die IBM überrascht mit guten Quartalsergebnissen

MÜNCHEN (CW) - Die Geschäftszahlen der IBM fallen für das erste Quartal 1999 gut aus. Vor allem in Asien und Europa legte der Konzern zu. Vertragsabschlüsse mit Siemens, British Telecom und dem Versicherungskonzern Parion sorgen für einen guten Start ins nächste Bilanzviertel.

Insgesamt konnte der Konzern seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35,7 Prozent steigern. Im Bereich Hardware expandierte IBM um 17 Prozent und verdiente rund 8,6 Milliarden Dollar.

Für amerikanische Analysten überraschend zeigt sich die Zunahme im PC-Sektor. Hier stieg das Geschäft um 50 Prozent. Allerdings ist Big Blue auch damit noch nicht aus den roten PC-Zahlen. Der Umsatz mit Speichertechnik und mit den OS/390-Mainframes wuchs ebenfalls. Dagegen ging das Geschäft mit Mikroelektronik und mit den AS/400-Systemen zurück.

Die Software-Einnahmen erhöhten sich um rund zehn Prozent. Daran hatten nach Darstellung der IBM die hauseigenen Datenbanksysteme, Lotus Notes und Transaktionsprodukte die Hauptanteile. Software und Services zusammen machten rund 60 Prozent der gesamten Einnahmen dieses Quartals aus, wobei der Geschäftsbereich IBM Global Services verglichen mit dem Vorjahresquartal um 19 Prozent zulegte.

Geschäfte mit Software und Services

Wird der Umsatz von 20,3 Milliarden Dollar auf die Wirtschaftsregionen umgerechnet, kommen 8,8 Milliarden Dollar auf Nord- und Südamerika und 3,5 Milliarden Dollar auf Asien. Die Einnahmen in Europa und Afrika stiegen um 20 Prozent auf rund 6,3 Milliarden.

Dafür, daß es der IBM in Europa weiterhin gutgeht, sorgen zunächst Siemens, British Telecom und Parion. Siemens und IBM planen in Corbeil-Essones bei Paris ein Joint-venture. Dort steht eine Speicherchipfabrik der Siemens-Tochter Infineon Technologies. Diese soll nun für rund 486 Millionen Dollar von der defizitären DRAM-Produktion auf die Herstellung von Logik-Chips umgerüstet werden. Die Kosten dafür teilen sich IBM und Siemens. Von den 1650 Mitarbeitern, die das Joint-venture beschäftigen wird, stammen rund 1580 von der IBM. Zur Zeit zählt die Infineon-Belegschaft noch 2730 Arbeitnehmer.

Der Vertrag mit BT ist rund 200 Millionen Dollar wert. Über mehrere Jahre soll die IBM dem Telekommunikationsanbieter bei der Konsolidierung seiner Datentechnik helfen. Das Dientsleistungsabkommen mit dem Versicherungskonzern Parion ist nach IBM-Schätzung rund 1,4 Milliarden Mark wert. Dabei rechnet der Hersteller die Einnahmen des gemeinsamen Service-Unternehmens, der Informationsverarbeitung und Dienstleistungen GmbH (IDG), auf zehn Jahre hoch.

Der Versicherungsdienstleister, an dem IBM zu 74,9 Prozent und Parion zu 25,1 Prozent beteiligt sind, setze derzeit allerdings nur rund 100 Millionen Mark pro Jahr um, erläutert Herbert Schmitz, Vorstand der Parion Finanzholding. Die Firma sei für die Anwendungsentwicklung des Konzerns zuständig, für den Rechenzentrumsbetrieb und die Telekommunikation, für Helpdesk und System-Management.

Die Aufträge erhält der Dienstleister von einer konzerneigenen Stelle, die die Funktionen eines Chief Information Officer wahrnimmt. Sie entwickelt die IT-Strategien. Außerdem werden hier IT-Projekte koordiniert, budgetiert und in Verträge gegossen. Die Fachkonzepte für die Projekte stammen von der Allgemeinen Versicherungssoftware GmbH (AVSG), an der die IBM zu 25 Prozent beteiligt ist.