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19.10.1990 - 

Zehn Technologiezentren sollen entstehen

Die indische Regierung hat hochgesteckte Software-Pläne

NEU DELHI (vwd) - Durch den Export von Software will Indien innerhalb der nächsten zwölf Monate Devisen in Höhe von 400 Millionen Dollar erwirtschaften. Seitens der Regierung sollen Softwareexporteure alle nötigen Hilfestellungen und Exportanreize erhalten, die nach Einschätzung der Industrie nötig sind, um dieses Ziel zu erreichen.

Zudem werden in Indien zehn Softwaretechnologiezentren entstehen, in deren Infrastruktur jeweils 50 Millionen indischen Rupien investiert werden sollen. Entsprechende Pläne kündigte ein Staatssekretär im Department of Electronics auf dem Jahrestag des Dachverbandes der indischen Software-Industrie an.

Führende Softwarehäusern begrüßten die Ankündigung, obwohl Zweifel an der Realisierbarkeit dieser hochgesteckten Exportziele laut wurden. Während die indische Regierung bis 1995 einen Softwareumsatz von 15 Milliarden Rupien allein im Ausland erwartet, kalkulieren die Softwareanbieter vorsichtiger. Wurde 1989/90 ein Exportwert von 1,75 Milliarden Rupien erreicht, so rechnen die Experten 1990/91 mit einem Auslandsumsatz von etwa drei Milliarden Rupien.

Im internationalen Vergleich hat Indien für die Softwareproduktion einen ausgeprägten Standortvorteil: Ein relativ großes Potential gut ausgebildeter Softwareentwickler arbeitet auf einem Lohnniveau, das deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt liegt.

Nachteile ergeben sich allerdings, weil die Telekommunikations-Möglichkeiten hinter den Anforderungen des Personals zurückbleiben.

Das Leitungsnetz ist in den Landesgrenzen nur auf Sprachübertragung ausgerichtet. Daten können nur mit verminderter Geschwindigkeit übermittelt werden. Zwar will das Department of Telecommunications digitale Kurzwellenübertragung und ein Leitungsnetz mit optischen Fasern einrichten, doch bis zur Realisierung dieser Pläne wird noch einige Zeit vergehen.