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19.11.1998 - 

VDE-Studie ermittelt Technikakzeptanz der Deutschen

Die Informationsgesellschaft macht vielen Menschen angst

FRANKFURT/M. (CW) - Die Mehrheit der Deutschen hält neue Technologien für wichtig. Geteilte Meinungen herrschen nach einer Umfrage des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (VDE) über die künftige Informationsgesellschaft. Der Verband will daher junge Menschen verstärkt informieren.

80 Prozent der 2000 Befragten halten neue Technologien für wichtig bis sehr wichtig. Die Befürworter sind in der Gruppe bis 34 Jahren mit 84 Prozent etwas stärker vertreten als bei den über 55jährigen mit 73 Prozent. Gefragt wurde überdies, welche Länder bei Elektronik, Informationstechnik und anderen Zukunftstechnologien am innovativsten seien. 36 Prozent trauten den USA am meisten zu, gefolgt von Japan mit 33 Prozent. Deutschland und Europa kamen jeweils auf etwa zehn Prozent der Stimmen.

45 Prozent der Deutschen sehen die Entwicklung zur Informa- tionsgesellschaft eher positiv, 40 Prozent antworteten mit "teils-teils". Die Akzeptanz ist in den Augen des VDE nicht nur zu gering, sondern auch völlig unbefriedigend.

Der gläserne Mensch als realistische Vision

Befragt nach Risiken, meinten rund 60 Prozent der Antwortgeber, daß sie zunehmend abhängiger von Computern und Datenbanken würden. Über 50 Prozent gaben an, der gläserne Mensch werde immer wahrscheinlicher, weil persönliche Daten laufend gespeichert würden. Rund 40 Prozent befürchten den Verlust von Arbeitsplätzen durch die Informationstechnik, 30 Prozent kommen zu dem Schluß, daß es schwieriger werde, die wachsenden Datenmengen zu verarbeiten und sinnvoll zu nutzen.

An erster Stelle der Bereiche, in denen die Befragten IT gern in Anspruch nehmen würden, steht die Bildung. Damit sind hier die interaktive Aus- und Weiterbildung per PC von zu Hause aus sowie die digitale Informationsbeschaffung für persönliche Zwecke gemeint. Begrüßt werden ferner Telemedizin und Telearbeit.

In der Studie werden Wissensdefizite zu konkreten Arbeitsbereichen von Ingenieuren der Elektro- und Informationstechnik besonders deutlich: 73 Prozent geben an, zuwenig darüber zu wissen, nur 20 Prozent kennen sich gut bis sehr gut aus.

Der Verband will daher junge Menschen über Studiengänge und andere Tätigkeiten besser informieren. Demnächst startet er eine Veranstaltungsreihe über "Innovationsberufe und Zukunftstechnologien". Darüber hinaus ist geplant, bundesweit Ansprechpartner für Gymnasien bereitzustellen.