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16.10.1981 - 

SICOB unter dem Mikro-Shop:

Die Innovation fand nicht in der Halle statt

PARIS (eks) - "Micros ante portas" - buchstäblich, denn die Anbieter, bei denen es heute die meiste Bewegung gibt, wurden in einer Baracke außerhalb der Hauptausstellungshalle untergebracht. Aber auch viele Etablierte gestalteten eine Standecke "persönlich".

CII-HB

In diesem Frühjahr erwarb CII-HB eine Mehrheitsbeteiligung an der belgischen Firma Correlative Systems International. Ausgehend von Know-how und Software dieser Firma wurde das Virtual Information Processing System entwickelt. Es wird folgende Eigenschaften bieten:

- Einlesen und Digitalisieren von schriftlichen und grafischen Informationen wie Briefen, Zeichnungen, Konstruktionsplänen etc.

- Kompression der gespeicherten Information und Ablegen auf Speichermedium,

- Klassifizieren der Dokumente und Verknüpfung mit vorhandenen Datenbeständen,

- Zugriff auf diese nun "virtuellen Dokumente" durch grafische oder Textverarbeitungsterminals und Bearbeitung,

- Erstellung neuer Dokumente, zum Beispiel Anwortbrief und Ausdruck.

Die Software läuft auf einem Mini 6, hält offene Aktivitäten in Evidenz und erinnert an ausstehende Antworten.

VIPS 2000

HB sucht mit dem VIPS 2000 einen Weg ins "papierlose" Büro. Während Eingabe und Verarbeitung bereits recht gut gelöst scheinen, wird an den Programmen zur Manipulation der Dokumente noch entwickelt.

Textsystem TTX

Das Textsystem TTX baut HB nun auch in Richtung Tischcomputer aus. Zwei neue Modelle wurden angekündigt. Das TTX 85 kann nicht nur Textverarbeitung auf einem Ganzseitenbildschirm, sondern verfügt nun zusätzlich über einen Basic-Compiler, automatischen Restart, wissenschaftlichen Zeichensatz und RJE-Schnittstelle. Das TTX 65 verwendet nur einen 1/3-Seiten-Schirm und ist sonst voll kompatibel zum Modell 85.

Cynthia

Mit den Cynthia-Plattensystemen ist HB OEM-Lieferant. Die Cynthia DSS 1300 Winchester ist kompatibel zum DEC Unibus und reicht von 56 bis 448 MB. Die Cynthia D510 ist eine 10-MB-5-Zoll-Winchester für Mikrocomputer.

R2E

R2E ist die Entwicklungstochter für die Mikrocomputer von HB. Von ihr stammt der Questar/M, den R2E auch weiterhin als Micral verkauft. Neu angekündigt wurde das Micral Modell 55, ein auf Z80 basierender Mehrplatz-Mikro. Er benutzt entweder das HB-entwickelte Betriebssystem Prologue oder das international am weitesten verbreitete CP/M. Das Modell 55 ist voll kompatibel zu den übrigen Micral-Modellen und soll in der Einplatzversion nicht mehr kosten als eine Micral-Plattenkonfiguration. Unter dem Namen S.O.R. bietet R2E einen Controller, der mehrere Mikrocomputer zu einem Netzwerk zusammenfaßt. Der Vorteil liegt darin, daß hier jeder Arbeitsplatz seine eigene CPU hat, während beim Modell 55 die Arbeitsplätze sich nach Mini-Art in eine CPU teilen müssen.

Portal

Nur 10 Kilogramm schwer ist der Portal, die tragbare Version der Micrals.

Der Portal verfügt über ein 32stelliges Display, einen Thermodrucker mit 80 Zeichen je Zeile und 30 cps sowie eine 140-KB-Minidiskette.

Data General

Der General Manager für Europa erwartet spektakuläre Zuwächse im Tischcomputermarkt, die doppelt so hoch sein sollen wie das Wachstum des Mini-Marktes in den 70er Jahren. DG rechnet mit einem Marktvolumen von 3 Milliarden Dollar im Jahr 1985 und möchte sich mit der im Sommer angekündigten Enterprise 1000 ein Stück dieses Marktes sichern.

Enterprise

Die Enterprise 1000 basiert auf dem 16-Bit-Prozessor der Micro-Nova. DG erwartet, daß die Kompatibilität bis hinauf zur Eclipse ein wichtiges Marketingargument sein wird. Vorläufig ist die Enterprise nur mit 2 integrierten Disketten mit zusammen 716 KB oder externen Magnetplatten verfügbar, doch dürfte in kurzer Zeit auch mit integrierten Fixplatten zu rechnen sein.

CANON

Zwei Mikrocomputermodelle mit bis zu 128 KB Hauptspeicher sowie 320 KB Diskettenspeicher wurden vorgestellt. Das BX3 verfügt nur über ein 28-Zeichen-Display, hat aber dafür einen eingebauten Drucker. Das CX1 hat einen 1920-Zeichen-Bildschirm.

INTERMEC

Ein tragbares Balkencode-Lesegerät für um etwa 6000 Mark zeigte Intermec erstmals in Europa. (Intermec France, 64 rue yvan tourguenneff rn 13, 78380 Bougival)

M3C

Diese Firma für Mikrocomputerperipherie stellt - nach eigenen Angaben - den ersten Farbdrucker für Mikrocomputer her. Der bekannte Epson 80 wird so umgebaut, daß ein dreifarbiges Farbband über ASCII-Zeichen gesteuert wird. Durch Mischung kann in bis zu sieben Farben gedruckt werden.

Schnittstellen existieren zum Apple II, TRS 80 und IEEE488, sowie nach RS232.

Der Farbdrucker CX80 wird etwa doppelt soviel kosten wie der entsprechende Epson-Drucker. (M3C, 12 place de Seine, 92400 Courbeville, Telex 612.247).

ICL

Zu nur etwa 100 000 Mark will ICL seinen neuen wissenschaftlichen Personal Computer "Perq" liefern. Perq soll vor allem für alle Entwurfs- und Grafikarbeiten eingesetzt werden. Die 16-Bit-CPU mit 1 MB Hauptspeicher vergleicht ICL in der Leistungsfähigkeit mit einer IBM 4341-2. Das System verfügt über ein Grafik-Tablett und eine Tastatur, die unter anderen eine "Hoppla"-Taste enthält, mit welcher die letzte Eingabeoperation rückgängig gemacht werden kann. Der Grafik-Bildschirm im A4-Format kann in sogenannte Fenster aufgeteilt werden, die unabhängig voneinander zu bearbeiten sind.

Die Systemkonzeption stammt von der US-Firma Three Rivers Corporation.