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21.06.2007

Die IT-Branche entdeckt den Klimaschutz

Branchenschwergewichte unter Führung von Google und Intel machen sich für energieeffizienteres Computing stark.

Google und Intel haben sich mit den Herstellern Microsoft, Dell, Hewlett-Packard, IBM, AMD und Sun sowie dem World Wildlife Fund (WWF) und der Environmental Protection Agency (EPA) zur Climate Savers Computing Initiative (www.climatesaverscomputing.org) zusammengeschlossen.

Selbstverpflichtung für Hersteller und Anwender

PCs vergeuden nach Schätzung der Initiative die Hälfte der Energie, die sie verbrauchen. Insgesamt seien Computer für etwa zwei Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich. Mit neuen Stromsparzielen wollen die Hersteller die CO2-Emissionen, die durch stromfressende Computer entstehen, um bis zu 54 Millionen Tonnen und die Stromrechnungen um mehr als 5,5 Milliarden Dollar senken.

Die Hersteller in der Climate Savers Computing Initiative verpflichten sich, Systeme und Komponenten zu produzieren, die den gesetzten Zielen entsprechen. Firmenkunden wiederum sollen solche Geräte und Software kaufen, die zu einer besseren Energiebilanz beitragen.

Die US-Behörde EPA betreibt bereits das "Energy-Star"-Programm, dessen Standards für PCs die als Grundlage nutzt. Beim Energy Star geht es vor allem um Computernetzteile, die auch im Fokus des neuen Konsortiums stehen.

Netzteile uns Spannungsregler sind zu ineffizient

Urs Hölzle, Senior Vice President von Google, schätzt, dass die meisten PC-Netzteile mit einer Effizienz von nur 65 Prozent arbeiten. Die Richtlinien von Energy Star streben hier eine Steigerung auf 80 Prozent an, der neue Klimaschutzverbund geht sogar noch einen Schritt weiter und möchte bis 2010 einen Wirkungsgrad von 90 Prozent erreichen.

Neben Netzteilen sind auch die bisherigen Spannungsregler auf den Mainboards von PCs Stromvergeuder. Hölzle hofft, dass sich bei diesen Bauteilen die Effizienz von 80 auf 95 Prozent steigern lässt.

Ferner will die Initiative Unternehmen dazu bewegen, die Energiesparfunktionen auf ihren PCs zu aktivieren. Diese versetzt Rechner in einen "Schlafzustand", wenn sie für eine bestimmte Zeit inaktiv sind. "Das ist kein technisches Problem", sagt Pat Gelsinger, Senior Vice President und General Manager der Intel-Sparte Digital Enterprise. "Das müssen wirklich die Nutzer entscheiden."

Wer einen energieeffizienteren Rechner kauft, zahlt dafür ein wenig mehr - geschätzte 20 Dollar für einen PC oder 30 Dollar für einen Server, schätzt Gelsinger. Dieser Aufpreis soll aber im Laufe der Zeit sinken, wenn PC-Käufer in den USA und anderen Ländern massenhaft umweltweltfreundlichere Rechner ordern.

Ein durchschnittlicher PC sollte dann auf der jährlichen Stromrechnung auch nur noch zehn statt bisher 40 Dollar ausmachen, wenn er allen Empfehlungen von Climate Savers Computing folgt.

Energieversorger sollen mit ins Boot

Die Initiative wird sich last, but not least auch noch darum bemühen, die Mehrkosten der energieeffizienteren Systeme von Energieversorgern subventionieren zu lassen. Der Stromkonzern PG&E aus San Francisco gehört neben Hersteller und Anwendern bereits zu den Gründungsmitgliedern. (tc)