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26.07.1996 - 

Quartalsergebnisse überwiegend positiv

Die IT-Branche ist besser als ihr Ruf

26.07.1996

Die Börsenprofis an der New Yorker Wallstreet hatten in letzter Zeit wenig zu lachen. Wie die "Business Week" berichtet, sackte etwa der Stanley High Technology Index, ein Durchschnittswert von 35 High-Tech-Unternehmen, vom 12. bis 15. Juli um fast zehn Prozent ab. Wirtschaftsexperten erwarten aufgrund der starken US-Konjunktur eine Erhöhung der Leitzinsen, was sich auch in zurückhaltenderen IT-Investitionen der Unternehmen niederschlagen könnte. Einige Anleger verkauften ihre Wertpapiere, die Kurse mehrerer IT-Unternehmen sanken.

Sorgen der Anleger meist unbegründet

Die Sorgen der Anleger sind allerdings weitgehend unbegründet, meinen Analysten. Dies belegen die aktuellen Quartalszahlen der Hersteller. Besonders die großen Software-Anbieter sonnen sich weiter im Erfolg. So konnte etwa Computer Associates (CA) im ersten Quartal des Geschäftsjahres eine Gewinnsteigerung um 35 Prozent auf knapp 120 Millionen Dollar verzeichnen. Der Umsatz kletterte auf 792 Millionen Dollar, 37 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Rekordzahlen meldet die niederländische Baan Company. Die Netto-Einnahmen stiegen um 87 Prozent auf 88,5 Millionen Dollar, der Gewinn verdoppelte sich. Weiter im Höhenflug befindet sich auch Netscape, das für das erste Quartal eine Gewinnsteigerung von 61 Prozent bei einem Umsatzwachstum von 34 Prozent registriert.

Die arg gebeutelten Hardware-Anbieter sehen zum Jahresende wieder etwas Licht am Ende des Tunnels. Der taiwanische PC-Hersteller Acer konnte im zweiten Quartal mit einem vorläufigen Umsatzergebnis von etwa 1,3 Milliarden Dollar zwar keine Steigerung gegenüber dem Vorjahr erreichen. Für das vierte Quartal erwarten die Manager aber wieder Zuwächse. Auch Compaq rechnet nach eigenen Angaben im zweiten Quartal nicht mit einem Wachstum. Analysten glauben allerdings, daß die Gewinne der PC-Hersteller in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen werden, wenn neue Modelle auf den Markt kommen.

Außerordentlich hohe Gewinne schreibt weiterhin Sun Microsystems. Für das zum 30. Juni abgeschlossene Geschäftsjahr verbucht das Unternehmen einen Nettoüberschuß von 476,39 Millionen Dollar im Vergleich zu 355,84 Millionen Dollar im Vorjahr. Weiter ansteigende Verkäufe meldet der Speicherspezialist EMC für das zweite Quartal. Mit 521 Millionen Dollar setzte der US-Hersteller 14 Prozent mehr um als im Vorjahr.

Weniger gut liegt Seagate im Rennen. Umsatz und Gewinn fielen im vierten Quartal niedriger aus als im Vorjahr. Die Gewinne im Geschäftsjahr 1995/96 schrumpften von 318,72 auf 213,26 Millionen Dollar. Den dritten Quartalsverlust in Folge erwartet die Amdahl Corp. Die Bemühungen, vom angestammten Mainframe-Geschäft in Software- und Servicesegmente zu wechseln, bescheren dem Unternehmen einen Fehlbetrag in Höhe von 250 Millionen Dollar. Kaum besser stellt sich die Situation bei der Tandem Computer Inc. dar, die für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres einen Verlust von 39,69 Millionen Dollar verbucht.