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31.03.2008

Die IT muss jetzt Gas geben

Peter Sany, Chief Technology Officer der Deutschen Telekom, sagte kürzlich im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE etwas, das derzeit viele IT-Verantwortliche beschäftigt: "Unsere Hauptherausforderung als CIO-Team ist es, die Rhythmen des vom Wettbewerb getriebenen Business auf der einen und der oft langsameren IT- und Prozessarchitektur auf der anderen Seite zu synchronisieren." Mit einfacheren Worten: IT-Abteilungen haben ein Problem mit dem Tempo, das vom Business beziehungsweise vom Markt vorgegeben wird.

Fachabteilungen wollen und müssen schnell auf veränderte Marktanforderungen reagieren - um Geschäftsgelegenheiten zu nutzen oder mögliche Rückschläge zu verhindern. Dazu brauchen sie die passende IT-Umgebung, flexibel und zeitnah. Den IT-Chefs ist das wohl bewusst, aber sie müssen eben auch darauf achten, dass finanzielle Rahmenbedingungen ebenso wie Architekturvorgaben eingehalten, Investitionen geschützt sowie Entwicklungsmannschaften sinnvoll ausgelastet werden.

In den Fachbereichen wird das nicht immer verstanden. Dort sitzen häufig versierte Anwender, die sich mit Endgeräten, Abteilungslösungen, Open-Source-Tools oder Web -2.0-Angeboten auskennen. Sie erwarten Agilität - oder sie fangen selbst an, ihre Probleme zu lösen. Eine IT-Organisation wird von ihnen nur dann ernst genommen, wenn sie kompetent und schnell agiert. Das ist aber schwierig, wenn sich die IT als interner Dienstleister aufstellt, der sich im Tagesbetrieb aufreibt und sich sträubt, die Bedürfnisse seiner Kunden zu seinen eigenen zu machen.

Dass dies in vielen Fällen noch der Fall ist, zeigt die aktuelle Studie "IT-Trends 2008", die von Capgemini herausgegeben wurde. Die meisten IT-Verantwortlichen sehen demnach die IT in erster Linie als Dienstleister für die reibungslose IT-Lieferung. Als Business-Partner, dem an einer Verbesserung der Kernprozesse im Unternehmen gelegen ist, wird sie indes nicht wahrgenommen.

Verhält sich die IT so, könnte sie eigentlich ebenso gut ausgelagert werden: Aufgrund der Fokussierung und der Skaleneffekte sind Dienstleister oft besser aufgestellt als die interne IT-Mannschaft. In Zukunft geht es für den IT-Bereich darum, sich durch Schnelligkeit, Prozess-Know-how und Innovationskraft zu beweisen. Er muss eng und partnerschaftlich mit den Fachabteilungen zusammenarbeiten und den IT-Betrieb professionalisieren - das heißt automatisieren und, wo es Sinn gibt, Ballast abwerfen, also auslagern. Außerdem muss er Kennzahlen erheben, um gegenüber dem Business seine Schlagkräftigkeit zu dokumentieren. Erst wenn der IT das gelingt, bekommt sie das Vertrauen, das ihr hilft, tiefer in die Business-Prozesse vorzudringen.