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04.07.2005 - 

Kolumne

Die IT muss raus aus der Defensive

Wie gut sind IT-Teams eigentlich im Erneuern von Prozessen und Technologien?

Nicht gut genug! Diese Aussage tut vielen IT-Verantwortlichen und ihren Teams unrecht. Schließlich beweist nicht zuletzt die computerwoche mit ihren Wettbewerben zum Anwender des Jahres und zum IT-Executives des Jahres, dass es etliche CIOs gibt, die im Sinne ihrer Unternehmen innovativ sind. Doch offenbar beschäftigen sich zu wenige mit dem Thema Erneuerung. Warum sonst haben viele Vorstände den Eindruck, die IT in ihren Unternehmen sei zu langsam und stehe Innovationen sowohl in prozessuralem als auch im technologischen Sinne tendenziell ablehnend gegenüber? Jedes gescheiterte Projekt verstärkt dieses Bild. Ob die Ursache für das Misslingen in der IT liegt oder in den Rahmenbedingungen, die von der Business-Seite vorgegeben werden, fragt schon niemand mehr. Am Ende trifft?s die IT. Ein Grund übrigens, warum ein CIO im Durchschnitt nur zwischen zwei und zweieinhalb Jahren im Amt bleibt. Und wenn die IT sich über dieses Misstrauen und ihr Sündenbock-Dasein ärgert, wird ihr vorgeworfen, sie jammere, anstatt sich den Anforderungen zu stellen und ihren Job zu machen.

Das ist zwar perfide, beschreibt aber die Zwickmühle, in der sich die IT befindet, sehr treffend. Solange sie sich nicht als der Innovationsmotor beweist, als den sie sich selbst sieht, bleibt sie gegenüber dem Business im Obligo. Da herauszukommen ist schon deshalb schwierig, weil es viel einfacher und schneller geht, Forderungen aufzustellen, als Aufträge abzuarbeiten und allgemeine Forderungen in konkrete, IT-gestützte Abläufe zu übersetzen.

Daher lautet die Frage, wie die IT in Sachen Innovation das Heft des Handelns zurückerobern kann. Zum einen sicher durch die präzise und schnelle Umsetzung der Anforderungen der Business-Seite. Doch die "Execution" ist nur eine Seite, die andere muss direkt mit Innovation zu tun haben. Oft reicht es schon, sich kleine Prozesse anzuschauen oder Teilprozesse, um Vorschläge mit großem Potenzial machen zu können. Zum Beispiel die Kommunikation im Unternehmen durch Instant Messaging zu erweitern oder den Wissensaustausch durch Weblogs und Wikis zu fördern. Das sind simple Dinge, deren Vorteile jeder auf Anhieb versteht. So etwas hebt das Image. Und nur bei einem guten Ruf werden Fehler und Verzögerungen auch mal verziehen, wird auch geglaubt, dass zum Beispiel die Anforderungen unpräzise waren oder im Laufe eines Projekts geändert wurden. Kurz: Innovation ist, was die IT-Kunden begreifen und positiv bewerten.

Diese Kolumne finden Sie auch im Weblog der computerwoche unter blog.computerwoche.de . Dort können Sie Ihre Meinung abgeben und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.