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05.04.2002 - 

Daimler-Chrysler: An der ganzen Wertschöpfungskette mitarbeiten

Die IT steckt in allen Prozessen

MÜNCHEN (am) - IT-Profis legen nicht nur Wert auf einen flotten Dienstwagen, sondern würden auch am liebsten bei einem Autobauer arbeiten. Das ergab die aktuelle CW-Studie "Best Places to work", in der Daimler-Chrysler nach BMW zum attraktivsten Arbeitgeber in der Sparte Anwenderunternehmen gekürt wurde.

DV-Organisator Test-Management, Entwicklungsingenieur für neue Diagnoseverfahren für Elektrik/Elektronik oder Nachwuchskraft IT-Prozess-Management - offene Stellen im IT-Umfeld hat der Daimler-Chrysler-Konzern derzeit jede Menge. Die Karriere-Site der unternehmenseigenen Homepage wird täglich aktualisiert und ermöglicht dem Interessenten, gezielt nach seinem Traumjob zu suchen. So kann er nicht nur nach Standorten und Einsatzbereichen, sondern auch nach seiner eigenen Qualifikation und Ausrichtung der Stelle den Suchauftrag eingrenzen.

Michael Truffner, Leiter des Fachgebiets Personalberatung und -entwicklung für IT, hofft auf diese Weise, die große Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten im Konzern besser sichtbar machen und den Bewerbern mehr Orientierung geben zu können: "Wir wünschen uns zielgerichtete Bewerbungen. Wenn etwa die Qualifikation eines Kandidaten nicht transparent wird oder gar nicht vorhanden ist, hat er schlechte Chancen. Genauso reicht es nicht, nur zu schreiben, dass man im IT-Bereich arbeiten will." Zu groß ist dafür der IT-Bereich bei Daimler-Chrysler, in dem rund 4000 der weltweit 372500 Beschäftigten tätig sind. Neben Deutschland ist Auburn/Hills in den USA ein zweiter wichtiger Standort für die IT.

IT-Profis können beim Stuttgarter Autokonzern an der gesamten Wertschöpfungskette mitarbeiten, Einsteiger starten in der Regel als Anwendungsentwickler oder Systemgestalter. Die studierten Informatiker oder Wirtschaftsinformatiker können sich in vielfältige Richtungen entwickeln, etwa zum Prozessgestalter für einen Fachbereich oder zum Projektleiter. Auch interne Aufgaben- oder Bereichswechsel sind möglich: Die Einsatzgebiete reichen von der Systemarchitektur über das Rechenzentrum bis hin zu Forschungsprojekten oder Arbeit an Schnittstellen wie zwischen IT und Zulieferung. Da sich die IT bei Daimler-Chrysler als Dienstleister versteht, der eine Mittlerfunktion ausübt, sollten die IT-Beschäftigten nicht nur die Systeme verstehen, sondern auch die Geschäftsprozesse kennen. Sie wählen die Technik aus, setzen sie so ein, dass sie den Geschäftsprozessen dient, und beraten die Fachabteilungen.

Um die Strukturen im Konzern transparent zu machen, bekommen alle neuen Mitarbeiter am ersten Tag Inhalte, zentrale Projekte, Vergütung und Zeitmodelle im IT-Bereich präsentiert. An diesem Informationstag stellen sich zugleich die Ansprechpartner für bestimmte Themen vor, damit der Neuling weiß, an wen er sich bei Bedarf wenden kann. In Truffners Augen ist das bereits eine gute Chance, um erste Kontakte für das persönliche Netzwerk zu schließen. Ein Ziel ist es, den Mitarbeiter vom ersten Tag an zu begleiten, ihm Schritt für Schritt mehr Verantwortung zu übertragen, bis er sich zum Beispiel zur Führungskraft entwickelt.

"Wir unterstützen die Mitarbeiter auch in ihrer Weiterqualifizierung. An unserer Abendakademie können sie eine breite Palette an Seminaren belegen: Angefangen von Computer- und Sprachkursen bis hin zu Angeboten zum Thema Betriebswirtschaft und Soft Skills", schildert der Personal-Manager. Darüber hinaus gibt es ein Trainings-Center im Intranet, aus dessen Angebot sich der Mitarbeiter zusammen mit seinem Vorgesetzten das Passende heraussuchen kann. Welche Weiterbildung Sinn gibt, ist ebenso ein wichtiges Thema der jährlichen Mitarbeitergespräche wie persönliche Karriereplanung.

Ein Zeichen für eine bessere Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber setzt Daimler-Chrysler auch bei denjenigen, die das Unternehmen verlassen. "Kündigt ein Mitarbeiter seinen Job, fragen wir ihn, ob er zu einem abschließenden Gespräch bereit ist", sagt Truffner. "Dieses Angebot wird von den meisten angenommen und als sehr professionell angesehen."

Hoch qualifizierten Berufseinsteigern, die einen überdurchschnittlichen Studienabschluss, sehr gute Fremdsprachenkenntnisse und bereits längere Auslandserfahrungen mitbringen, steht die internationale Nachwuchsgruppe offen. In zwölf bis 15 Monaten absolvieren die Teilnehmer verschiedene Projekteinsätze im In- und Ausland: So arbeiten sie unter anderem in einer Niederlassung, um ein Gespür dafür zu bekommen, wo die Produkte verkauft werden.