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25.04.2003 - 

Server-Strategien/Kommentar

Die Karten werden neu gemischt

Katharina Friedmann Redakteurin CW

Die momentane Lage der IT-Manager ähnelt einem Spagat: Einerseits sollen fortschrittliche Systeme Leistungsfähigkeit und Effizienz der Unternehmens-DV erhöhen, anderseits erfordern es Diät-Budgets, Betriebs- und Anschaffungskosten niedrig zu halten. Über kurz oder lang dürfte die chronische Wirtschaftsflaute und die damit erzwungene Rückbesinnung auf die schlichte Kosten-Nutzen-Rechnung zu einer Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Server-Geschäft führen. So gewinnen Intel-basierende x86-Standardplattformen nicht zuletzt aufgrund ihrer preislichen Attraktivität zunehmend an Terrain. Schützenhilfe leistet hier das Open-Source-Betriebssystem Linux, das zur Konkurrenz bestehender, proprietärer Unix-Derivate heranreift. Indes geraten die Anbieter bewährter, jedoch teurer Risc-Maschinen zunehmend in Bedrängnis. Weder technische Finessen noch der allgemeine Konsolidierungs-Hype dürfte der primär ins Server-Highend abgedrängten Risc-Fraktion den Weg aus ihrer Zwangslage weisen: Immerhin handelt es sich bei einer Server-Zentralisierung vorrangig um eine Rationalisierung, die den Systemabsatz in letzter Konsequenz eher reduziert als steigert.

In ihrer Not verlegen sich die Risc-Anbieter verstärkt auf den Handel mit preisgünstigen Standardplattformen, während sich das Intel-Lager seinerseits vom Lowend in Richtung Highend bewegt. Letzteres werden die Risc-Vertreter zwar wohl bis auf weiteres erfolgreich verteidigen - entsprechend gelassen wurden auch Intels bisherige Bemühungen registriert, sich mit Hilfe seiner 64-Bit-Architektur Itanium im Segment der Hochleistungsrechner durchzusetzen. Doch auch das könnte sich mit der dritten IA-64-Generation ("Madison") ändern.

Die Frage ist, inwieweit sich die Risc-Anbieter auf der Suche nach fruchtbaren Jagdgründen selbst kannibalisieren. Denn die pure Lust an neuer Technik dürfte die Firmengeldbeutel auf absehbare Zeit nicht weiter öffnen.