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26.07.1985 - 

Supermikros verwandeln den Bürocomputermarkt:

Die klassische MDT kommt unter Beschuß

MÜNCHEN (CW) - Die Situation am Bürocomputer wird, glaubt man jüngsten Untersuchungen der Diebold Deutschland GmbH, in den kommenden Jahren durch das Eindringen von Mehrplatz-Mikrocomputern, auch Supermikros genannt, bestimmt sein.

Mit wachsender Softwarequalität würden die Supermikros auch die einsatztechnischen Marktstandards klassischer Bürocomputer erreichen. Mit dem Aufkommen der neuen Maschinen bahnten sich für den seit Jahren fest etablierten und wenig angefochtenen Bürocomputermarkt die ersten Veränderungen an.

Eindringen werden die Supermikros nach Diebold-Einschätzungen im Preisbereich zwischen 25 000 und 50 000 Mark, wo von den klassischen Lieferanten bisher Rechner von CTM, Kienzle, Nixdorf, Olivetti oder Triumph-Adler angesiedelt seien. Hier habe sich das Angebot um Produkte von Mainframe-, Mini- und Mikrocomputerherstellern erweitert. Von den Mikrocomputern unterscheiden sich die Supermikros neben ihrer Mehrplatzfähigkeit und höheren Preisen durch die In der Regel vorhandene 32-Bit-Struktur und die Fähigkeit, unter Unix oder Unix-Derivaten zu arbeiten.

Unter dem Einfluß der Supermikros werde der Bürocomputermarkt als Ganzes in den kommenden Jähren neue Wachstumsimpulse erhalten. Diebold schätzt, daß sich der Bestand innerhalb der nächsten fünf Jahre von derzeit rund 168 000 auf dann 280 000 Systeme erhöhen wird. Das Wachstum werde sich primär In der Preisgruppe zwischen

25 000 und 50 000 Mark abspielen.

In der Folge seien auch Verschiebungen bei den Marktanteilen zu erwarten. Beim Installationswert führe in diesem Segment zur Zeit Olivetti (38 Prozent), gefolgt von Kienzle (20 Prozent) und Triumph-Adler (17 Prozent). In den höheren Preisen über 50 000 beziehungsweise 100 000 Mark liege Nixdorf mit Marktanteilen von 29 beziehungsweise 25 Prozent vorn. Auf den Plätzen zwei und drei folgen in der Größenklasse II Philips (19 Prozent) und CTM (15 Prozent), in der Größenklasse III IBM (16 Prozent) und Kienzle (11 Prozent).