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12.12.1975 - 

Maxi-Wettbewerb bei Minis

Die Kleinen marschieren flotter

ZÜRICH - Die Expansion des Weltmarktes für Computer ist mit wesentlichen Strukturverschiebungen verbunden: 1965 wurden 3,5 Milliarden Dollar Großsysteme verkauft - 1975 für rund 8 Milliarden Dollar. In der gleichen Zeit stieg weltweit der Wert der Minicomputer-Verkäufe von 100 Millionen auf 1,5 Milliarden Dollar. Die Käuferstruktur hat sich dabei grundlegend verändert: 1965 gingen praktisch alle Minis an andere Computer-Firmen, heute werden rund 50 Prozent an Endbenutzer aus anderen Wirtschaftsbereichen verkauft.

Micros bleiben in der Branche

Eine ähnliche Entwicklung bahnt sich nach Ansicht von Bradley Stroup, Finanzdirektor von Data General Corp. (Southboro/Mass.), bei den Micro-Computern an: 1975 dürften weltweit für insgesamt 100 Millionen Dollar Micros verkauft werden, die sämtlich innerhalb der eigenen Branche weiterverwendet werden.

Während sich die Wachstumserwartungen der Großcomputer-Hersteller für die Zukunft im 10-Prozent-Bereich bewegen, rechnen die Minicomputer-Hersteller mit 30-Prozent-Raten, die auch in den besten Zeiten der Großrechner-Produzenten nicht die Regel waren. Die Micro-Lieferanten erwarten zwar ähnliche Zuwachsraten - diese Zahlen sind aber wegen des starken Preisverfalls bei Microprozessoren und Speicherchips nur begrenzt aussagefähig. Der zahnlenmäßige Vormarsch der Micros geht schneller vonstatten, als aus Bilanzen und Wert-Statistiken ersichtlich ist.

Harter Wettbewerb ist typisch

Charakteristisch für den Mini- und Micro-Markt ist der harte Wettbewerb. Während es nach Stroup am Weltmarkt bei Großrechnern höchstens acht Konkurrenten gibt, sind es bei den Minis etwa 60. Dabei liefern zur Zeit 20 Prozent der Hersteller 87 Prozent aller Minis - die übrigen 48 Hersteller müssen sich in die verbleibenden 13 Prozent des Marktes teilen.

Marktführer bei den Minis ist mit 30 Prozent Anteil weiterhin Digital Equipment, gefolgt von Hewlett-Pakkard und IBM mit je 10 Prozent (beide verwenden allerdings einen großen Teil ihrer Mini-Produktion in eigenen größeren Systemen) und Data General mit 8 Prozent. Je 5 Prozent Marktanteil haben - so die

US-Zeitschrift Forbes Magazine - General Automation und Honeywell, jeweils 3 Prozent Texas Instruments und Varian Associates.