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23.01.1997 - 

Berufstätige im Internet auf dem Vormarsch

Die Kommerzialisierung des Web schreitet rasch voran

Eine Umfrage der Verlagsgruppe Handelsblatt unter rund 7500 Online-Nutzern hat ergeben: Das Web ist nicht mehr so sehr wie früher ein Tummelplatz von Studenten und Akademikern. Statt dessen kommen immer mehr Berufstätige sowie Anwender mit weniger hohem Bildungsstand hinzu. Der Anteil der deutschsprachigen Internet-Nutzer mit Abitur ist im Lauf des letzten Jahres von 95 Prozent auf 78 Prozent gesunken. Gleichzeitig stieg das durchschnittliche Alter geringfügig von 29 auf 30 Jahre an. Die anfänglich langsam wachsende Quote der Frauen stagniert hierzulande bei neun Prozent, während in den USA knapp 35 Prozent der Online-User weiblich sind.

Mehr Anwender als zuvor verfügen über ein reguläres Gehalt: In den Einkommensklassen über 3000 Mark sind Zuwächse zu verzeichnen, dagegen geht der Anteil der Niedrigverdiener (unter 1500 Mark) zurück.

Zu den beliebtesten und am häufigsten genutzten Web-Seiten gehören die Angebote der Zeitschriften und Zeitungen. Die Auftritte der TV-Sender wiederum, die mit ähnlichen Inhalten wie Online-Zeitschriften auf den Markt drängen, verlieren laut "Handelsblatt" an Wertschätzung. Am stärksten neigen die bis zu 19jährigen zur Lektüre von Online-Zeitungen.

WWW-Anwender schätzen die Vorteile und Grenzen von Medienangeboten im Internet mittlerweile realistischer ein: Immer weniger Surfer können sich vorstellen, ihre Lieblingszeitschrift ausschließlich online zu lesen. Während im Herbst 1995 nur knapp zwei Drittel der Internet-User auf die gedruckte Ausgabe nicht verzichten mochten, sind es heute bereits fast drei Viertel.

Die Zahl der Werbeanzeigen im Web hat im letzten halben Jahr stark zugenommen. Als Folge beachten User diese Anzeigen nur noch sehr selektiv. Am ehesten wird Reklame wahrgenommen, die zum nichtwerblichen Teil der WWW-Seite paßt.

Das WWW stellt sowohl aus Anbieter- als auch Nutzersicht ein attraktives Medium für Shopping und Finanzdienstleistungen dar. Über 80 Prozent der deutschen Internet-Anwender sehen Vorteile im Online-Shopping, insbesondere aufgrund der Unabhängigkeit von Ladenöffnungszeiten. Unsicherheit herrscht jedoch nach wie vor hinsichtlich der Sicherheit des Zahlungsverkehrs und der Übertragung persönlicher Daten bei Online-basierten Transaktionen.