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22.11.2002 - 

IT im Gesundheitswesen/Kommentar

Die Krankenhäuser sanieren

Helga Biesel Redakteurin CW

Umfassende Konzepte und Lösungen für die Krankenhausinformatik sind immer noch eine Ausnahme. Doch lässt der Zwang, künftig mit Fallpauschalen abzurechnen, die Kliniken ihre IT-Strukturen überdenken und teilweise völlig neue Wege gehen (Seite 42).

Alle Krankenhäuser sind heute gezwungen, in marktwirtschaftlichen Kategorien zu denken und zu handeln, weshalb Rationalisierung und Effizienzsteigerung längst auch Schlagworte im Gesundheitswesen sind, auch wenn die öffentliche Diskussion über dessen ständig wachsende Kosten dies nicht immer vermuten lässt.

Die Herausforderung: Die Krankenhäuser müssen in neue Abrechnungs-, Kommunikations-, Dokumentations- und Archivierungsverfahren, aber auch in besseren Service investieren, um im Wettbewerb bestehen und von der Mittelvergabe der Kassen profitieren zu können - eine Gratwanderung. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass sich im Markt der Krankenhausinformationssysteme (KIS) etwas rührt. Er signalisiert Wachstum trotz knapper Kassen.

Ende der 90er Jahre wurden hierzulande 10,5 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts für das Gesundheitswesen ausgegeben; damit war Deutschland europäischer Spitzenreiter. Ein Drittel dieser Ausgaben entfiel auf die Krankenhäuser. Doch ist ein Sparkurs zu erkennen: Während von 1991 bis 1998 die Zahl der Patienten anstieg, sank parallel die Zahl der Kliniken. Nur die fortschrittlichsten und bestorganisierten werden diesem Auswahl- und Konzentrationsprozess standhalten. Zu den wesentlichen Kriterien, um zur Spitzengruppe zählen zu können, gehört eine effizient funktionierende IT-Struktur.

Eines verbindet Krankenhäuser und KIS-Anbieter: Nur die werden überleben, die sich planmäßig entwickeln, ihre Systeme ständig um neue Funktionen erweitern und eine offene Kommunikation letztlich bis hin zum niedergelassenen Arzt ermöglichen.