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22.01.2009

Die Krise zwingt Microsoft zum Sparen

Nach einem enttäuschenden Quartalsergebnis streicht die Windows-Company rund 5000 Stellen.

Auch der weltgrößte Softwarehersteller bekommt die Wirtschaftskrise zu spüren. Der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich um zwei Prozent auf 16,63 Milliarden Dollar. Er lag damit um etwa 900 Millionen Dollar unter der letzten Prognose der Microsoft-Strategen. Der operative Gewinn sank im Jahresvergleich um acht Prozent auf 5,94 Milliarden Dollar, der Nettogewinn sogar um elf Prozent auf 4,17 Milliarden Dollar.

Vor diesem Hintergrund verschärft Microsoft sein Sparprogramm und streicht innerhalb der nächsten 18 Monate 5000 Stellen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Marketing, Vertrieb, Finanzwesen, Rechtsabteilung, Personal und IT. Rund 1400 Kündigungen sollen bereits ausgesprochen sein. Zusammen mit anderen Maßnahmen will der Konzern so seine jährlichen operativen Kosten um etwa 1,5 Milliarden Dollar drücken, im laufenden Geschäftsjahr (Ende: 30. Juni) sollen es immerhin noch 700 Millionen Dollar werden.

Die deutsche Tochtergesellschaft sei von dem geplanten Stellenabbau nur in geringem Umfang betroffen, erklärte Thomas Mickeleit, Kommunikationschef bei der Microsoft Deutschland GmbH: "Die deutsche Vertriebs- und Marketing-Organisation, für die Achim Berg zuständig ist, bleibt von den heute wirksamen Maßnahmen unberührt." Darüber hinaus seien hierzulande aber Supportfunktionen angesiedelt, die nicht nur für den deutschen Markt tätig sind. Hier werde "eine kleine zweistellige Zahl" an Stellen entfallen.

Das enttäuschende Quartalsergebnis begründet Microsoft mit dem schwachen PC-Markt und dem anhaltenden Trend zu preiswerten Netbooks, die aus Kostengründen teilweise mit Linux statt Windows ausgeliefert werden. Der Client-Umsatz sei deshalb um acht Prozent gefallen. Die wiederkehrenden Einnahmen aus Lizenzen der Sparte Server & Tools hingegen stiegen um 15 Prozent. Auch die Sparte Entertainment & Devices erlöste drei Prozent mehr, unter anderem aufgrund der starken Verkäufe der Spielekonsole Xbox 360, von denen der Hersteller im Weihnachtsgeschäft rund sechs Millionen Stück absetzte.

Eine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr will die Windows-Company angesichts der wirtschaftlichen Situation nicht länger wagen. Microsoft rechne damit, dass die ökonomische Unsicherheit für den Rest des Fiskaljahres anhalte und deshalb in der zweiten Jahreshälfte Umsätze und Ergebnisse niedriger ausfallen als im Vorjahr, kommentierte Chris Liddell.(tc/wh)